Meditation in der Schwangerschaft

4 Entspannungstipps für den Alltag

03.Jan 2017
Deutsch

Die Zeit während einer Schwangerschaft ist sehr speziell. Vor allem beim ersten Mal. Aufregend, berührend, manchmal turbulent, dann wieder langatmig. Eine Achterbahn der Gefühle, geladen mit hohen Erwartungen. Auch Ängste, Zweifel und Unsicherheiten können auftauchen. Das ist völlig normal angesichts der Hormonumstellung, der körperlichen Veränderungen und der aufregenden Neuerungen für das Familienleben.

Durch gezieltes Innehalten und den Einsatz von verschiedenen Entspannungsmethoden kannst du dem entgegenwirken und innere Balance finden. Das tut dir und auch dem Baby während der Entwicklung gut.

 

Meditation in der Schwangerschaft Fotos: Shutterstock

Obwohl der Begriff „meditatio“ laut Wiki ursprünglich eher dem Sinnieren und Nachdenken zugeordnet wird, ist Meditation heute auch bei uns deutlich mit dem fernöstlich orientierten Training von Achtsamkeit und geistig-körperlicher Entspannung verbunden.

Für Schwangere gilt, alles was guttut, ist erlaubt. Allerdings sollte in diesem Zusammenhang der Einsatz von spezifischen Methoden der Meditation mit Expertinnen entsprechend abgeklärt werden. Bei manchen Meditationsformen werden geführte Atemtechniken eingesetzt und selbst wenn diese von dir bereits erprobt und trainiert wurden, können sie während der Schwangerschaft bei dir selbst oder deinem Kind unvorhersehbaren Stress auslösen. Ein Beispiel dafür wäre die Technik des Hyperventilierens, die auch bei manchen Gesangs-Trainings eingesetzt wird.

Jedenfalls zählen die Faktoren Entspannung und Balance zu den Schlüsselelementen des inneren Wohlbefindens.

Hier sind unsere liebsten Entspannungstipps:

1. Mach es dir gemütlich. Stelle eine angenehme Atmosphäre her. Selbst wenn Du umringt bist von Umzugskisten, finde einen Platz der dir Entspannung ermöglicht. Er muss nicht groß sein. Deine Lieblingsmusik oder ein feiner Duft können dich unterstützen. Setze oder lege dich so, dass du ohne Mühe verweilen kannst. Nimm dir gegebenenfalls Pölster für die Entlastung der Wirbelsäule oder der Beine.

2. Zu den einfachsten Übungen zählt die Beobachtung des Atems. Der natürliche Fluss des Ein- und Ausatmens ist ein Vorgang, der selbstverständlich aber auch tiefgreifend ist. Atme ganz bewusst ein und aus und versuche dich einzig und allein auf deinen Atem zu konzentrieren.

3. Lass Gedanken und Bilder in deinem Kopf zu. Halte nicht daran fest, lass sie auch wieder ziehen. Überlege dir, ob du wach bist oder ob du träumst. Stelle dir immer wieder diese Frage. Vielleicht nickst du ein. Das ist okay!

4. Versuche keine ruckartigen Bewegungen zu machen. Streichle dich selbst wach. Sei liebevoll zu dir und deinem Baby. Strecke dich und recke deine Gliedmaßen.Finde darin ein Quäntchen Genuss. Massiere sanft deinen Nacken und deine Nieren. Verwende dazu eventuell leicht angewärmtes Massageöl.

Du hilfst dir und dem Entwicklungsprozess deines Babys, wenn du das regelmäßige Innehalten in den Alltag integrieren kannst. Natürlich ist es wunderbar, wenn dich auch dein Partner darin unterstützt. Das kann selbstverständlich aber nicht immer eingefordert werden. Die Verantwortung für dein Wohlbefinden liegt zuerst mal bei dir selbst. Und diese Erkenntnis tut gut.

 

Meditation in der Schwangerschaft

 

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