Mein Kind will ein Haustier – Was soll ich tun?

Eine kleine Entscheidungshilfe für Tierliebhaber

19.Jan 2018
Deutsch

Die Freude über ein Tier kann deinem Kind unglaublich guttun. Selbst die Wissenschaft bestätigt, dass der Traum vom Haustier das Anzeichen einer gesunden Psyche bei Kindern ist. Das Lernen von Verantwortung und Ausdauer durch eine Tierhaltung, fördert durchaus positiv die Entwicklung des Kindes.

Alles wunderbar, aber es gibt einiges zu bedenken, wenn die Familie um Vierbeiner & Co. erweitert werden soll. Denn jedes Lebewesen hat entsprechende Bedürfnisse. Deshalb ist ein Tier nicht unbedingt nur als ein Spielgefährte oder lebender Kuschelpartner aufzufassen.
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir einige Vor- und Nachteile der Haustierhaltung zusammengestellt und auch zwei Vorschläge, die sich als Alternative zum eigenen Haustier anbieten, gefunden.

Mein Kind will ein Haustier – Was soll ich tun?

Foto: Shutterstock

Kind und Tier – Vorteile

  • Die Bindung zu einem Tier kann definitiv ein Glücksfaktor sein. Das Kind fühlt sich im Alltag nicht alleine, auch wenn es gerade kein Unterhaltungsprogramm gibt. Die Ablenkung durch ein Tier macht kleine Sorgen und Nöte des Kindes weniger dramatisch. Das Kind ist nicht immer im Zentrum des Geschehens, und lernt so die Welt besser zu verstehen.
  • Die regelmäßige Sorge und die Art der Kommunikation mit einem Tier fördern das Mitgefühl und Verständnis für die natürlichen Bedürfnisse eines anderen Lebewesens. So lernt das Kind spielerisch die Regeln im artgerechten Umgang mit Tieren.
  • Die Nähe zur Natur kann durch ein Tier gefördert werden. Vor allem bei einem Hund, der regelmäßig Auslauf braucht. Dadurch werden Outdoor-Aktivitäten für das Kind attraktiv und selbstverständlich.
  • Der frühe Kontakt zu Tieren kann das Immunsystem des Kindes stärken und auch eine Anfälligkeit für Allergien mindern.

 

Kind und Tier – Nachteile

  • Unter Geschwisterkindern kann es zu einem Gerangel um das Tier kommen. Auch wenn eine Rivalität zwischen Kindern vollkommen normal ist, sollte ein Tier dadurch nicht zu Schaden kommen.
  • Manche Tiere kratzen, beißen oder wehren sich auf ihre Art. Selbst während des Spiels kann es ganz plötzlich zu spontanen Abwehrreaktionen kommen. Vor allem, wenn das Tier zum Beispiel aus dem Tierheim stammt, und bereits schwere Zeiten hinter sich hat. Das Verletzungsrisiko sollte dir bewusst sein.
  • Wenn dein Kind gerade keine Lust dazu hat das Tier zu versorgen, musst du dich letztlich um das Füttern, das Entfernen des Kots usw. kümmern. Ein pflegeleichtes Tier gibt es insofern nicht.
  • Tierhaltung kann ganz schön kostspielig sein. Du musst also mit höheren Ausgaben rechnen. Sei es nun für kaputte Möbel, Futter, Arztrechnungen oder den Tiersitter während des Urlaubs. Bei manchen Tieren musst du richtig tief in die Taschen greifen.

 

2 Alternativen zum eigenen Haustier:

Der Streichelzoo

  • Streichelzoos haben den Vorteil, dass du mit dem Kind viele verschiedene Tierarten besuchen kannst. Die Entscheidung für oder gegen ein eigenes Haustier kann dir und deinem Kind dadurch leichter fallen. Die Tiere im Streichelzoo sind den Umgang mit Kindern gewöhnt. Sie werden von Tierhaltern betreut, die über ausreichende Haltungskenntnis verfügen und zu vielen Tierthemen befragt werden können.
    Im Streichelzoo lernt dein Kind außerdem Tiere, wie Ziegen oder Hühner kennen, die nicht zu den gängigen Haustieren zählen.

 

Die Nachbarschaft

  • Damit dein Kind den Umgang mit einem Tier kennenlernt, ist es am einfachsten, wenn ihr erstmal Haustiere aus der Nachbarschaft oder aus dem Bekanntenkreis besucht. Je regelmäßiger, desto besser. Dadurch erkennt das Kind die Eigenheiten des jeweiligen Tieres kennen und auch den Aufwand, den eine Tierhaltung bedeutet.
    In diesem Fall kann ebenso eine äußerst liebevolle Freundschaft zwischen Kind und Tier entstehen. Eventuell legt sich dadurch sogar der Wunsch nach einem eigenen Haustier.
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