Mhhhhh, lecker! Was mir in der Schwangerschaft am besten schmeckte

Blog Gastartikel: Stadt Land Mama

28.Aug 2018
Deutsch

Wenn plötzlich der Geschmackssinn verrückt spielt, weiß man: Das ist der neue Bauch-Bewohner. Unsere Gastbloggerin Katharina vom Blog Stadt Land Mama erinnert sich an ihre Essensgelüste:
 

Mhhhhh, lecker! Was mir in der Schwangerschaft am besten schmeckte
Foto: Shutterstock

Eigentlich gibt es bei uns in der Familie das ungeschriebene Gesetz: „Sprich Mama erst an, wenn sie einen Kaffee hatte!“ Tatsächlich ist mein erster Gang des Tages der in die Küche. Noch ganz verschlafen brühe ich meinen Kaffee auf, mache die Milch warm und freue mich auf den ersten Schluck. Sobald ich den intus habe, bin ich wach. Der Tag kann starten. Wenn alle Kinder angezogen sind, esse ich ein großes Müsli mit frischen Früchten. 

Pünktlich mit dem positiven Schwangerschaftstest änderte sich dieses Morgenritual immer komplett. In den ersten 12 Wochen wachte ich stets mit flauem Magen auf, das ein oder andere Mal musste ich sofort ins Bad und der Toilettenschüssel „Guten Morgen“ sagen. Damit die Übelkeit verflog, musste mein Mann mir einen Kamillentee und Zwieback ans Bett bringen. Kaffee konnte ich nicht mal mehr riechen und auch die Milch stresste meinen Magen zu sehr. 

Ja, die lieben Hormone brachten meinen Speiseplan am Anfang der Schwangerschaft immer ganz schön durcheinander. Gewisse Lebensmittel konnte ich einfach nicht mehr essen. Fleisch zum Beispiel fand ich die ganzen neun Monate einfach nur eklig. Beim Geruch von Fisch musste ich mich übergeben. Kaffee und Leitungswasser schmeckten mir nicht mehr - dafür hatte ich unfassbar Lust auf alle Getränke mit Kohlensäure. 

In der dritten Schwangerschaft dürstete es mich nonstop nach Orangenlimo. Ich war so gierig darauf, dass ich einmal in den Supermarkt gerannt bin und die Flasche noch zwischen den Getränkeregalen geext habe. Danach stopfte ich eine halbe Tüte saure Gummibärchen in mich hinein - meine zweite große Leidenschaft in Schwangerschaft Nummer 3. 

In Schwangerschaft Nummer zwei hatte ich Sodbrennen und das Gefühl, ich müsste die Säure durch meine Nahrung aufsaugen. Also futterte ich tonnenweise frisches Brot, Kuchen und Laugenbrötchen. 

Bei meinem ersten Kind hätte ich geschworen, dass es mit einer Erdbeere auf dem Kopf zur Welt kommt - denn ich hatte monatelang abends Erdbeereis genascht. 

Wie Ihr sehen könnt - in den Schwangerschaften waren meine Essensgelüste immer kalorienreich. Das hatte auch Folgen. Ich habe 11, 15 und 18 Kilo zugenommenKomischerweise war mir das total egal, weil ich tief im Inneren wusste, dass sich nach der Schwangerschaft wieder Normalität einstellen wird. 

Übrigens hatten meine Gelüste keine Auswirkungen auf die Kids. Keiner von ihnen hat eine ausgeprägte Vorliebe für Limo, Erdbeereis oder verspeist ganze Brotlaibe. Und auch ich habe die Pfunde längst wieder runter und denke einfach nur lachend an diese wilde Essenszeit zurück. 

 

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