Mit der Babymüdigkeit umgehen

Blog Gastartikel: Von guten Eltern

16.Jan 2018
Deutsch

Gastbloggerin Anja von dem Blog Von Guten Eltern schreibt darüber, wie sich der Alltag mit wenig Schlaf einfacher bewältigen lässt. Neben leckerem Kaffee helfen einfache Dinge, etwas besser mit den schlafloseren Babyzeiten zurecht zu kommen.

Mit der Babymüdigkeit umgehen

Der Alltag mit einem acht Monate alten Baby und drei Geschwisterkindern lässt wenig Raum für Schlaf – also zumindest für ununterbrochenen Schlaf. Aber das hat wohl keiner an dieser Stelle von uns erwartet. Auch nicht wir selbst von uns. Und so bewältigen wir den Schlafmangel so gut es geht. Der Satz „Schlaf, wenn das Baby schläft“, funktioniert in der Regel nur noch selten, wenn schon andere Kinder in der Familie da sind. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die dabei helfen, etwas besser mit wenigen Schlummerstündchen zurecht zu kommen.
 

1. Frische Luft 

Gerade im Winter machen die warme Heizungsluft und das frühe Dunkelwerden einen noch schneller müde. Auch wenn es ein bisschen Überwindung kostet: Es ist fast immer besser, nochmal eine Runde rauszugehen. Man kann das Ganze mit einem kleinen Einkauf fürs Abendessen verbinden oder man geht einfach eine Runde mit der Laterne durch die Dunkelheit. Das Baby tankt so im Tragetuch oder im Kinderwagen ebenfalls nochmal etwas frische Luft und - wer weiß - schläft dadurch heute Nacht sogar etwas besser.
 

2. Gut essen

Gerade bei akuter Müdigkeit ist das Verlangen nach Süßkram höher. Wenn schon müde, dann wenigstens mit Schokolade… Doch die ganzen Zuckersnacks sorgen natürlich nur für ein kurzzeitiges Hoch. Der Blutzuckerspiegel rauscht schnell nach oben und dann wieder runter und das verstärkt das Müdigkeitsgefühl noch zusätzlich. Also lieber etwas Gehaltvolleres essen und das am besten, bevor der große Hunger kommt. Denn hungrig und müde ist doppelt unangenehm.
 

3. Genug trinken

Es klingt so einfach und selbstverständlich, aber sehr viele Mütter trinken viel zu wenig. Es hilft, sich morgens schon eine große Kanne Tee oder einen Krug Zitronenwasser hinzustellen. Mit dem Ziel, diese bis zum Abend leer zu bekommen. Auch eine Trink-App, die einen immer wieder erinnert, ist sinnvoll. In stressigen Situation hilft das Trinken von kaltem Wasser zudem, durch die Anregung des Parasympathikus, sich wieder zu entspannen.
 

4. Prioritäten sinnvoll setzen

Wenn man so richtig babymüde ist, geht einfach nicht mehr viel. Und genau das sollte man anerkennen und alles von der heutigen To-Do-Liste streichen, was nicht wirklich wichtig ist. Statt Kuchen backen kann man ja einen kaufen. Vielleicht bestellt man heute einfach das Abendessen. Und statt der geplanten Bastelaktion mit den Geschwisterkindern, ruht man sich einfach ein bisschen auf dem Kinderzimmerteppich aus, während die Kleinen spielen. Es hilft, sich immer wieder zu fragen, was man selbst gerade wirklich braucht. Vielleicht ist es also sinnvoller, heute den Krabbelgruppen-Termin sausen zu lassen und vielleicht doch noch die Option zu haben, sich etwas auszuruhen, wenn das Baby schläft. 
 

5. Früh ins Bett gehen

Auch das klingt so banal, wird aber so selten gemacht. Für Eltern sind gerade die Abende die einzige Zeit, in der sie endlich was „schaffen“. Aber an völlig übermüdeten Tagen schafft man oft trotzdem nichts. Vielleicht noch den Wäscheberg zu sortieren, aber für die Steuererklärung ist ganz bestimmt keine Energie mehr übrig. Und selbst beim Seriengucken zur Entspannung schläft man sofort auf dem Sofa ein. Warum also nicht gleich liegen bleiben, wenn man die Kinder in den Schlaf begleitet hat. Dafür sollte man sich am besten gleich seine Schlafsachen anziehen und die Zähne putzen. So muss man sich dann nicht doch nochmal aus dem Bett quälen, sondern kann wirklich im Bett bleiben. Viele Babys schlafen gerade in den Stunden vor Mitternacht mal ein paar Stunden am Stück. Diese Zeit sollte man nutzen, um das Gleiche zu tun. Denn am besten lässt sich Schlafmangel nun mal mit Schlafen beheben. Wann immer das auch möglich ist.

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