Mjammjam! Und noch ein Löffelchen ...

3 Steps: Wenn das Baby selber essen lernt

29.Aug 2018
Deutsch

Ab dem fünften Monat geht es bei vielen Babys frisch-fröhlich los mit dem Essen lernen. Dein Wonneproppen kann schon aufrecht sitzen und sein Köpfchen richtig gut halten? Das Kleine ist neugierig, wenn die Familie am Esstisch sitzt und will die leckeren Köstlichkeiten anfassen und mit einem kleinen Löffelchen selbst probieren? Ab in den Hochsitz – los geht´s  mit der Beikost! 
 

Mjammjam! Und noch ein Löffelchen ...
Foto: MAM

Natürlich wird das Baby nicht gleich auf die Brustmilch oder das Fläschchen verzichten. Die Phase der Umgewöhnung ist ein Unterfangen auf längere Sicht. Was gefragt ist, ist deine Vorbildwirkung, Engelsgeduld und Freude am Genießen!

Abhängig von seiner motorischen Entwicklung wird sich dein Baby Schritt für Schritt an die Neuerungen gewöhnen. Von Tag zu Tag wird es darin sicherer. Das beginnt schon beim halten des Fläschchens oder des Trinkbechers. Während anfangs alles mal aus der Hand kullert und auch manchmal über den Boden wirbelt, wird mit der Zeit der Greifreflex kontrollierter. Und dein Kleines fühlt sich dadurch immer wohler. Es freut sich außerdem riesig über seine Fortschritte!

Wie schafft man also durch kleine Schritte große Erfolge? Hier ein Leitfaden in 3 Schritten:

Step #1            Familien-Mahlzeiten zelebrieren

Nicht alle Mahlzeiten des Tages können gemeinsam eingenommen werden. Aber in jeder Familie gibt es Gelegenheiten, um zusammen am Tisch zu sitzen. Oftmals sind es Frühstück und Abendbrot. Dabei sollte sich eine Regelmäßigkeit ergeben, die es dem kleinsten Familienmitglied erlauben, sich an die Abläufe zu gewöhnen. 

Wichtig: keine Hektik aufkommen lassen! Alle Rituale sollten möglichst an einen Zeitplan angepasst werden, der meistens auch tatsächlich eingehalten wird. Bekommt der kleine Knopf sein Fläschchen oder wird gestillt, dann am besten noch davor. Danach erst geht´s ans Frühstücks-Buffet. Natürlich ist die Abfolge eine individuelle Sache. Das Ganze pendelt sich aber sicher rasch ein.

Step #2            Tischregeln einführen

Vor allem wenn es ältere Geschwister gibt, kann so eine Tischrunde schnell mal in ein Chaos ausbrechen. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an von allen Familienmitgliedern Regeln einzufordern. Gewohnheiten wie das Smartphone neben der Kaffeetasse checken, während der andere Elternteil das Baby füttert, könnte möglicherweise ein No-Go für den jeweils anderen sein. Vor dem Essen Hände waschen, oder andere nützliche Rituale einführen – damit kannst du mit dem Baby schon früh starten. Nicht vergessen: du bist das Vorbild! Dein kleiner Schatz ahmt dich in vielen Dingen nach und lernt so, was beim Essen zu tun ist. Unruhe kommt meist nur dann auf, wenn die Atmosphäre nicht stimmig ist. Sollte das Baby anfangs nach ein paar Löffelchen streiken, dann lass´ es auch gut sein. Die Kleinen brauchen in dieser Testphase vor allem viel Geduld!

Step #3            Loben – der beste Motivationskick

Tägliche Übung macht den Meister. Das gilt auch für den Umgang mit dem Esslernbesteck

Für das Baby handelt es sich um eine spannende Entdeckungsreise. Dabei testet es auch immer wieder deine Grenzen aus. Oder es wird ungeduldig, wenn es zum Beispiel müde ist. 

Typisch ist, dass die Kleinen mit der Beikost herumspielen. Das sollte aber alles nicht zu Tadel führen. Einfach das Essen wegräumen, das Baby aus dem Hochstuhl holen und mit etwas anderem beschäftigen. Wenn es aber Fortschritte macht, geht nichts über ganz viel Lob. Da kannst du ruhig übertreiben und richtig bombastisch sein. Denn nichts motiviert deinen süßen Sonnenschein mehr, als dein Staunen und deine Freude über seine Erfolge!

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