Muttermilch Zusammensetzung

Wir verraten dir 5 Facts

28.Jun 2016
Deutsch

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt und von Ärzten, Hebammen und Müttern unbestritten: Muttermilch ist und bleibt das Beste fürs Baby. Ein Blick auf ihre Bestandteile und der Vergleich mit der guten alten Kuhmilch verraten, warum. Wir haben die 5 wichtigsten Facts für euch zusammengefasst.

Muttermilch Zusammensetzung

Foto: Shutterstock

Fakt 1: Die Muttermilch Zusammensetzung ist nicht immer gleich

Die herausragende Eigenschaft der Muttermilch: Sie besteht aus mehreren hundert Bestandteilen, die stets auf die aktuellen Bedürfnisse des wachsenden Babys abgestimmt sind. Neben Wasser, Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien sind in der Muttermilch auch Verdauungsenzyme, Immunstoffe für den Schutz vor Infektionen sowie Hormone, die das Wachstum fördern. Insgesamt lassen sich aber drei große Phasen der Muttermilch ausmachen:

1. Kolostrum ist die Muttermilch, die bereits während der Schwangerschaft gebildet wird und dem Baby in den Tagen nach der Geburt zur Verfügung steht. 2. Die zweite Phase dauert etwa 14 Tage. Die Muttermilch wird nun als Übergangsmilch bezeichnet. 3. Spätestens in der dritten Lebenswoche wird die sogenannte Reife Frauenmilch gebildet.

Doch die Zusammensetzung der einzelnen Muttermilch Bestandteile variiert nicht nur mit dem Entwicklungsstadium des Säuglings, sondern täglich, von Mahlzeit zu Mahlzeit und sogar während einer Stillmahlzeit.

Muttermilch Zusammensetzung

* Quelle: Stiefel, Andrea & Geist, Christine & Harder, Ulrike (2013): Hebammenkunde. Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. Hippokrates Verlag in MVS Medizin Verlage Stuttgart

Fakt 2:  Muttermilch besteht zu 87% aus Wasser.

Aufgrund dieses hohen Gehaltes benötigt dein Baby während der ersten Lebensmonate keine zusätzliche Flüssigkeit – wie etwa Tee oder Mineralwasser! Muttermilch enthält außerdem alle notwendigen Elektrolyte um den Kreislauf stabil zu halten – daher gibt es im Sommer keinen besseren Durstlöscher für die Kleinen.

Tipp:  Bei großer Hitze empfiehlt sich, das Kind öfter anzulegen, damit es mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird.

Fakt 3: Muttermilch ist schneller und leichter verdaubar als Kuhmilch.

Die bessere Verdaulichkeit im Vergleich zu Kuhmilch liegt an der ganz spezifischen Zusammensetzung der enthaltenen Eiweiße. Bei Muttermilch beträgt das Verhältnis Laktalbumin zu Kasein 60: 40; bei Kuhmilch hingegen 20: 80. Einige Proteine in der Muttermilch erfüllen die Funktion von Enzymen, andere hingegen transportieren Mineralstoffe. Die wichtigste Funktion der Proteine in der Muttermilch besteht darin, dass sie zu Aminosäuren abgebaut werden und als Schutz gegen Allergien und Infektionen dienen.

Fakt 4: Wichtigstes Kohlenhydrat in der Muttermilch ist Laktose.

Ob von Kuh, Schaf oder Ziege – jede Milch enthält Zucker in Form von Laktose. Muttermilch jedoch fast die doppelte Menge! Laktose liefert schnell verfügbare Energie und hilft dem Baby, Spurenelemente wie Kalzium und Eisen besser aufzunehmen. Langkettige Zucker fördern auch die Entwicklung wichtiger im Darm angesiedelter Bakterien, welche die Verdauung unterstützen und im Babybauch krankmachende Keime in Schach halten. Übrigens: Laktose ist der einzige Muttermilch Bestandteil der mengenmäßig durchgehend relativ konstant bleibt.

Fakt 5: Omega-3-Fettsäuren aus der Muttermilch unterstützen die Gehirnentwicklung

Das Gehirn, inklusive Nervenzellen und Zellwände ist bei der Geburt deines Babys noch nicht fertig ausgebildet. Hierzu benötigt der kleine Babykörper Fett - in Form von Omega-3-Fettsäuren. Ebenfalls wichtig zu wissen: Der Fettgehalt schwankt während der Stillmahlzeit. In den ersten Minuten ist der Fettgehalt noch niedrig, im Verlauf des Stillens nimmt der Anteil an Fett in der Muttermilch kontinuierlich zu.

Übrigens:  Die in der Muttermilch enthaltenen Fette können durch die Ernährung der Mutter teilweise beeinflusst werden: Die sogenannten guten Fette, also einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (enthalten zum Beispiel in Fisch oder auch Oliven- oder Rapsöl und Nüssen), die du als Mama zu dir nimmst, finden sich auch in der Muttermilch wieder. 

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