Natürliche Fruchtbarkeits-Booster

Schneller schwanger mit der Kraft der Natur?

13.Dez 2019
Deutsch

Viele Frauen beschäftigen sich viele Jahre damit, eine Schwangerschaft mit allen Mitteln zu verhindern – wenn der Kinderwunsch dann akut wird, möchte man oft nicht noch länger warten müssen. Aber wie kann man der Fruchtbarkeit auf die Sprünge helfen? Was Mutter Natur in ihrer Trickkiste versteckt hat und was du aktiv tun kannst, um den Traum vom Schwanger-Sein wahr zu machen, findest du in diesem Artikel.


Foto: Timothy Meinberg on Unsplash

Kennst du deinen Zyklus?

Es klingt schrecklich banal, ist in der Praxis aber tatsächlich manchmal eine Herausforderung: Sex zum richtigen Zeitpunkt. Will man nicht schwanger werden, scheint die fruchtbare Zeit endlos lang zu sein. Hibbelt man, kehrt sich der Effekt erstaunlicher Weise gefühlt um: die fruchtbaren Tage sind wahnsinnig schnell vorbei! Fakt ist: die Eizelle ist tatsächlich maximal 24 Stunden befruchtungsfähig. Die gute Nachricht ist, dass Spermien im Idealfall bis zu 7 Tage in der Scheide überleben können – im Schnitt sind es 4 Tage.* Optimal ist es also, 3 Tage vor dem Eisprung bis 1 Tag danach Sex zu haben. Solltest du deinen Eisprung nicht spüren bzw. auch keine anderen Anzeichen bemerken, kann ein Ovulationstest helfen, den Zeitraum einzugrenzen. Auch diverse Mini-Computer können fruchtbare Tage anzeigen. Diese messen wie die Ovulationstests die LH-Konzentration im Morgenurin. Geschlechtsverkehr nach Stundenplan ist dir zu unromantisch? Für gewöhnlich geht man davon aus, dass es nach der Menstruationsblutung reicht, alle 2-3 Tage miteinander zu schlafen, um innerhalb einiger Zyklen schwanger zu werden. Aber was, wenn nicht?

 

Wie Essen die Fruchtbarkeit fördert – und ihr schadet

Eine ausgewogene Ernährung ist natürlich immer wichtig. In Kinderwunschzeiten aber noch mehr – schließlich erhöhen Vitamine und Spurenelemente nicht nur die Chance auf eine Schwangerschaft und steigern die Qualität der Spermien, sie wirken auch vorbeugend gegen Krankheiten beim Kind. Sehr wichtig ist aus diesem Grund Folsäure, die bereits vor einer Schwangerschaft als Nahrungsergänzung empfohlen wird. Männer sollten auf ihre Figur achten, und darauf, welches Fleisch sie essen: vor allem rotes und verarbeitetes Fleisch (z.B. Wurst) scheint sich negativ auf die Spermienqualität auszuwirken – ebenso wie starkes Übergewicht.** Auch diverse ungesunde Fette, die sich in westlichen Ländern in Fertigprodukten und Junk Food verstecken, sowie Milchprodukte mit hohem Fettgehalt sind nicht empfehlenswert.*** Fazit: viel frisches Obst und verschiedenste Gemüsesorten, Salat, Nüsse, Vollkorn, Getreide wie Hirse oder Haferflocken und Eier sollten sich auf dem Teller finden. Fisch und mageres Fleisch gelten auch als empfehlenswert. Der wichtige Makronährstoff Protein kann aber ebenso aus Tofu, Kichererbsen und Linsen kommen. Es muss auch kein Superfood aus Übersee sein: regionale Produkte wie zum Beispiel Leinsamen enthalten ebenso viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Chia & Co, sind aber wesentlich nachhaltiger produziert. Leinsamen kann auf Grund seines Lignangehalts (ein Phyto-Östrogen) sogar eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt haben. Dass Phyto-Östrogene (wie in Leinsamen und Soja) der männlichen Testosteronproduktion schaden sollen, scheint nicht zu stimmen, sondern ist auf mangelhafte Studien zurückzuführen.. Untersuchungen bei vegetarischen und veganen Männern konnten keinen niedrigeren Testosteronspiegel nachweisen.****

 

Mit Zyklustees nachhelfen

Kräutertees sind nicht nur bei Erkältungen beliebt und wirkungsvoll. Sie können auch den Zyklus positiv beeinflussen. Es gibt spezielle Teemischungen, die den Eisprung fördern und den Zervixschleim in der Scheide positiv (im Sinne von Spermien-freundlich) beeinflussen sollen und solche, die danach die Einnistung des befruchteten Eis unterstützen. Die genauen Rezepte, die du dir auch in der Apotheke mischen lassen kannst, findest du in unserem Artikel hier.

 

Hormon-ähnliche Stoffe aus der Natur

Zyklusprobleme und damit einhergehende Fruchtbarkeitsprobleme können auch mit Hormon-ähnlich wirkenden Stoffen aus der Natur behandelt werden. Aber Achtung: auch pflanzliche Mittel haben Wirkungen sowie Nebenwirkungen. Eigenmächtiges Experimentieren ist nicht empfehlenswert. Sprich auf alle Fälle mit Fachleuten, wenn du einen Versuch starten möchtest. Möglich ist zum Beispiel eine Therapie mit Mönchspfeffer, das nicht nur gerne bei übermäßigem PMS verschrieben wird, sondern auch, um Menstruationsbeschwerden zu lindern. Dazu zählen unter anderem sehr starke oder unregelmäßige Regelblutungen. Auch Frauenmantel wird eine zyklusregulierende Wirkung nachgesagt. Der Wirkstoff ist nicht nur als Kraut in Tees enthalten, sondern auch in Tropfenform in Apotheken erhältlich.

 

Kein Alkohol, kein Stress, viel Schlaf!

Oft leichter gesagt als getan ist der Tipp, Stress weitgehend zu vermeiden. Das ist weder im Job noch mit Geschwisterkind(ern) so einfach möglich. Versuche zumindest, genügend Schlaf zu bekommen. Auch regelmäßiger Sport hilft, die negativen Effekte von Stress zu reduzieren – und fördert nebenbei wiederum den besseren Schlaf. Am besten macht ihr gleich zu zweit so oft wie möglich ein Extra-Schläfchen – vielleicht erübrigt sich danach die Frage nach natürlichen Schwangerschaftshelfern ja von ganz alleine!
 

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*Quelle: https://www.netdoktor.at/familie/kinderwunsch/eisprung-und-befruchtung-5661
**Quelle: https://www.kinderwunschzentrum.at/fleischkonsum/
***Quelle: http://www.aclr.com.es/clinical-research/current-nutritional-factors-affecting-fertility-and-infertility.php?aid=22276
****Quelle: https://de.huel.com/pages/leinsamen-ubersicht-uber-die-gesundheitlichen-vorteile-empfohlene-aufnahmemenge-und-sicherheitshinweise

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