Neue Familienmodelle: Von Patchwork bis zur Regenbogenfamilie

Familien geht auch anders!

14.Jul 2017
Deutsch

Von Patchwork bis Regenbogenfamilie: Geht man rein nach dem Klischee so scheint seit geraumer Zeit die Zwei-Kind-Familie das typische Familienmodell zu sein. Ein Paar findet aus Liebe zueinander, heiratet und ein bis zwei Kinder machen das Lebensglück komplett. Diese Idealvorstellung ist nur allzu verständlich, denn wir Menschen sehnen uns nach Geborgenheit und einer harmonischen Gemeinschaft. In vielen Fällen klappt das auch wunderbar, aber wir leben in einer Zeit des Wandels. Manche Familien zerbrechen unter Konflikten oder wirtschaftlichem Druck. Es entstehen neue Lebensmodelle, neue Beziehungsformen und auch das Bedürfnis nach einer ganz anderen Lebensweise. Daher wird es höchste Zeit auch mal einige etwas unkonventionelle, neue Familienmodelle, unter die Lupe zu nehmen.

 

Neue Familienmodelle: Von Patchwork bis zur RegenbogenfamilieFotos: Shuttertstock

Die Patchwork Familie

Der Start in die neue Familie kann nach einer Trennung durchaus gut klappen. Die Patchwork Familie ist heute ein recht gängiges Konzept. Neue Partner haben oftmals bereits Kinder aus vergangenen Beziehungen. Eine Patchwork Familie benötigt allerdings nicht nur hohes Verantwortungsbewusstsein, sondern auch ganz schön viel Durchhaltevermögen. Denn die sogenannten „Bonuskinder“ sind nicht immer gleich von der neuen Partnerschaft begeistert. Und auch nicht unbedingt von den neuen Geschwistern. Jedes Familienmitglied benötigt da seinen Stellenwert. Wenn es sich dann noch um eine interkulturelle Partnerschaft handelt, kann es allemal zu einem Clash der Kulturen kommen. Was hilft ist ein durch und durch respektvoller Umgang miteinander. 

Die Regenbogenfamilie

Bei diesem Familienmodell leben Kinder bei zwei gleichgeschlechtlichen Partnern. Die beiden männlichen oder weiblichen Elternteile müssen dabei nicht unbedingt miteinander verheiratet sein. Je nach gesetzlichen Regelungen des Landes sind auch eingetragene Partnerschaften oder formlose Verbindungen von Lebensgefährten möglich. Die Kinder in Regenbogenfamilien stammen häufig aus früheren, heterosexuellen Partnerschaften und Ehen. Eine gemeinsame Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ist bis heute in Deutschland, Österreich sowie Schweiz nicht erlaubt. Lediglich Stiefkindadoptionen, also die Adoption des Kindes der Partnerin oder des Partners sowie Einzeladoptionen (durch einen ledigen Partner) sind gestattet.

Neue Familienmodelle: Von Patchwork bis zur Regenbogenfamilie

Ein-Eltern Familie

Unter Ein-Eltern Familien versteht man im Prinzip alleinstehende Alleinerziehende. Dazu zählen auch verwitwete Elternteile. In über 90% dieser Fälle wird das Sorgerecht des Kindes zwischen den beiden Elternteilen aufgeteilt und nur selten ein Antrag auf alleiniges Sorgerecht gestellt. Heutzutage kommt dieses Familienmodell immer weniger selten vor und bietet daher nicht nur staatliche Unterstützungen sondern auch von sozialen Netzwerken.

Die Adoptivfamilie

Auch Paare, die sich für die Adoption eines Kindes entscheiden, sind längst nichts Neues mehr. Zuständig für die Adoptionsvermittlung sind anerkannte Organisationen sowie die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter. In vielen Fällen handelt es sich um Kinder aus einer ungewollten Schwangerschaft mit bekannter Herkunft. Aber auch anonym geborene Kinder werden zur Adoption freigegeben. Dieses Familienkonzept erfordert sehr viel Geduld, und einen einfühlsamen Umgang mit den Kindern. Schließlich wird früher oder später beim Kind die Frage nach der eigenen Herkunft Thema werden.

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