Öl im Babybrei und Beikost

Welches Öl ist für dein Baby geeignet?

26.Apr 2017
Deutsch

Öl im Babybrei: Bei der Zubereitung von Beikost ist Öl eine wichtige Zutat, denn es unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern hilft dem Baby auch bei der Aufnahme von wichtigen fettlöslichen Vitaminen. Außerdem erhöht Öl natürlich den Kaloriengehalt der Nahrung und sorgt damit dafür, dass das Baby satt wird und bis zur nächsten Mahlzeit durchhält. Darüber hinaus ist Öl, wie jedes andere Fett auch, nun mal Geschmacksträger. Bei all den verschiedenen Ölen im Supermarktregal stellt sich natürlich die Frage: Doch welches Öl ist für dein Baby geeignet? Worauf sollte ich beim Kauf achten?

 

Öl im Babybrei und BeikostFotos: Shutterstock

Raffiniert vs. kaltgepresst?

Die Art und Weise der Herstellung ist für die Qualität der Öle sehr wichtig.  Darüber, ob raffiniertes oder kaltgepresstes Öl für Babys besser ist, herrscht nach wie vor Uneinigkeit. Einige sind der Auffassung, dass naturbelassenes Rapsöl aus Kaltpressung (Filtration ohne Wärmezufuhr) unter Umständen Reste von Schadstoffen und Keimen enthält, die dem Kind schaden könnten oder zumindest die positiven Effekte mindern. Daher sei die Verwendung raffinierter Speiseöle (werden bei Temperaturen über 100 °C heiß gepresst) im ersten Lebensjahr des Babys am sichersten. Danach sei die Gabe von kalt gepressten Ölen in jedem Fall unbedenklich, weil das Kind nun Allergene und Keime verarbeiten kann. 

Angaben eines Forschungsinstitutes für Kinderernährung zufolge entstehen aber gerade durch den Raffinationsprozess sogenannte 3-MCPD-Fettsäureester Verbindungen. Von diesen Schadstoffen ist bislang aber weder vollständig erforscht, ob Babys sie verwerten können, noch, inwiefern sie sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken können.

Daher plädieren viele Ernährungsexperten inzwischen dafür nur bei allergiegefährdeten Babys raffiniertes Öl zu verwenden und bei gesunden Kindern getrost zu kaltgepressten Ölen zu greifen. Es ist also eine Abwägungssache, welches Öl du für dein Baby verwendest: erlaubt sind sowohl kaltgepresstes als auch raffiniertes Öl. In jedem Fall lohnt es sich etwas mehr für Öl aus biologischem Anbau auszugeben, da sich Pflanzenschutzmittel und Schadstoffe besonders gern an Fette heften!

Welches Öl ist am Besten geeignet?

Gerade bei Fleisch-Gemüse-Brei und Obst Getreide Brei sollte Fett in Form von Öl oder Butter zugesetzt werden. Das beliebteste Öl für Beikost ist Rapsöl, da dieses eine äußerst gute Fettzusammensetzung aufweist. Das Besondere am dickflüssigen Rapsöl ist nämlich sein hoher Gehalt an Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren - bei Babys sorgt diese Fettstruktur unter anderem für eine gute Entwicklung von Gehirn, Netzhaut und Immunsystem.  Für Abwechslung könnt ihr mit Maiskeimöl, Olivenöl, Leinöl und Sonnenblumenöl sorgen.

Wichtig: Nicht raffinierte, also kaltgepressten Öle sollten nicht erhitzt werden! Hierzu gehören etwa Olivenöl, Leinsamen-, Hanf- oder Kürbiskernöl. Bei hoher hoher Temperatur verändern sich die Fettsäuren durch einen Oxidationsprozess. So verliert das Öl seine positiven Eigenschaften und kann im schlimmsten Fall sogar gesundheitsschädlich werden.

Welches Öl ist für mein Baby geeignet

Spezielles Beikostöl – Die Investition wert?

Sicherlich ist dir im Supermarkt oder im Fachhandel auch schon Öl aufgefallen, das speziell für die Beikost Zubereitung empfohlen wird und entsprechend deklariert ist. Ein solches Beikostöl ist aber absolut kein Muss! Denn in der Regel eignet sich ein solches Öl ebenso gut, wie ein gewöhnliches hochwertiges Öl, das reich ist an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Nur, dass es im Normalfall wesentlich teurer ist.

Wieviel Öl sollte es sein? 

In 100 Gramm Babybrei gehört etwa 4-5 g Fett. Einer normalen Breiportion von ca. 200 Gramm, kannst du umgerechnet also 2 Teelöffel Öl zufügen. Auch bei fertigen Breigläschen aus dem Supermarkt solltest du auf den Fettgehalt achten. Oftmals ist auch hier zu wenig Öl enthalten. 

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