Papa Werden - 5 Fragen kurz vor der Geburt

Hilfe jetzt geht's los!

07.Jun 2016
Deutsch

Vaterrolle vor der Geburt. 40. Schwangerschaftswoche: Du bist das Geburts-Szenario im Kopf schon so oft durchgegangen. Zweitausendsechshundertdreiundzwanzig Mal. Mindestens. Doch lass dir gesagt sein, sobald aus dem Munde deiner Partnerin Worte wie „Ich glaub es ist soweit!“ kommen, ist es vorbei. Was soll ich zuerst tun? Wie geht es weiter? Wie zur Hölle soll ich jetzt ruhig bleiben? Vergessen sind die To-Dos und Abläufe, alles, was du dir zuvor so schön zurechtgelegt und akribisch geplant hattest. In dieser Sache geht es wohl jedem Daddy in spe gleich. Damit du zumindest einen kühlen Kopf bewahren kannst, haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten, die so kurz vor der Geburt garantiert auftauchen werden, noch einmal zusammengefasst.

Papa Werden - Fragen vor der Geburt

1. Geht es denn auch wirklich los?

Gerade beim ersten Baby herrscht angesichts dieser Frage große Unsicherheit. Wie merkt man, dass aus Übungs- und Senkwehen die „Echten Wehen“ werden? Grundsätzlich gilt, dass sich das Auftreten der Wehen von Frau zu Frau unterscheidet. Dennoch sprechen diese 3 Indizien dafür, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht:

  • Die Gebärmutterkontraktionen werden stärker, dauern länger an und die Zeitabstände verkürzen sich.
  • Die Schmerzen weiten sich auf den gesamten Bauch- und Rückenbereich aus und sind nicht nur ausschließlich im Unterleib.
  • Bewährt hat sich auch der Badewannen-Test: Lassen die Wehen im warmen Wasser nicht nach, sondern werden eher stärker, handelt es sich wahrscheinlich um echte Geburtswehen.

2. Hilfe, was muss mit? 

Um den Stress auf einem möglichst geringen Level zu halten, können wir euch nur ans Herz legen: Packt die Krankenhaus Tasche am Besten schon einige Wochen vor dem Geburtstermin! Was alles in die Tasche gehört, verraten wir dir in diesem Video. Optimalerweise hast du auch alle zusätzlichen Dokumente (Reisepass, Mutter-Kind-Pass etc.) stets griffbereit.

3. Wann ist die richtige Zeit ins Krankenhaus zu fahren?

Natürlich, einen Fehlalarm auslösen und unverrichteter Dinge wieder aus der Klinik heimgeschickt werden, dies möchte niemand. Aber ganz ehrlich, wenn alle Zeichen dafürsprechen, dann macht euch doch einfach auf in Richtung Krankenhaus. Im Fall der Fälle wären deine Liebste und Du nicht die ersten und sicher nicht die letzten werdenden Eltern, die mehr als eine Fahrt ins Krankenhaus antreten.  

3 Anzeichen, dass ihr euch wirklich auf den Weg machen solltet: 

  • Unabhängig davon ob Wehen vorhanden sind: Blasensprung. Das bedeutet, dass die Fruchtblase bereits gerissen ist und Fruchtwasser austritt.
  • Die Wehen treten nun regelmäßig und in kürzeren Abständen, etwa alle fünf bis sieben Minuten auf.  
  • Die Kontraktionen dauern länger als 20 Sekunden und werden schmerzhafter.

Tipp: Wenn Unsicherheit herrscht, nicht scheuen bei der Hebamme oder direkt auf der Entbindungsstation anzurufen!*

Fragen rund um die Geburt 

Fotos: Shutterstock

4. Apropos fahren, wann sollte man lieber einen Krankenwagen zu rufen?  

Wenn die Wehen ganz normal einsetzen, kannst du deine Partnerin getrost mit dem eigenen Auto ins Krankenhaus fahren. Auch bei bereits geplatzter Fruchtblase spricht erst einmal nichts dagegen. Nur wenn das Kind noch nicht fest im Beckenbodenbereich sitzt, sollte die Mama in spe bei geplatzter Fruchtblase vorsichtshalber liegend im Krankenwagen transportiert werden. Der Grund hierfür ist, dass sich sonst die Nabelschnur mit dem austretenden Fruchtwasser in den „Ausgangsbereich“ legen und sich später bei der Geburt entweder um den Hals des Kindes wickeln oder abgedrückt werden kann. Über die Position des Babys vor der Geburt, wird euch der Arzt aber rechtzeitig aufklären. In diesem Zuge solltet ihr direkt in der Geburtsklinik fragen, wie sie zu dem Thema stehen und was sie euch raten.

TippEbenfalls empfiehlt es sich vorher abzuklären, ob und in welchem Rahmen die Kosten für Krankenwagen Transport von der Krankenkasse übernommen werden. Hier kann sich schon eine kleine Zusatzversicherung lohnen!

5. Wie lange wird jetzt alles dauern?

Pauschal lässt sich diese Frage nur schwer beantworten, da jede Geburt völlig individuell abläuft. Offiziell beginnt die Geburt sobald sich der Muttermund öffnet und die Wehen regelmäßig da sind. Bis das Baby da ist vergehen im Schnitt zwischen 4 und 10 Stunden. Vor allem beim ersten Kind geht es oft nicht kontinuierlich voran, sondern kann auch mal stocken. Aber kein Grund zur Sorge! Denn viele Mütter empfinden den besonders langen Geburtsverlauf im Nachhinein als äußerst positiv. Wichtig ist, dass Hebamme und Arzt während der Geburt nicht drängeln und ins Geburtsgeschehen eingreifen.


*Quelle: Wenn ein Baby kommt! Wichtige Tipps zur Schwangerschaft und Geburt. Wiener Programm für Frauengesundheit

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