Phänomen Sixpack Mom mit XXS Babybauch

Der Hype um exzessiven Sport in der Schwangerschaft

11.Feb 2019
Deutsch

Babybäuche sehen nicht bei allen Frauen gleich aus. Überhaupt ist jede Schwangerschaft von A bis Z anders. Bei Fitnesstrainerinnen und Models mit XXS Babybauch laufen die Meinungen aber komplett auseinander. Die Palette reicht von Bewunderung mit offener Kinnlade bis zu angewidertem, übergriffigen Body Shaming. Frauen, die unter schlaffem Gewebe, Wassereinlagerungen in den Beinen und/oder Schwangerschaftsstreifen leiden, haben Mühe mit diesem Schönheitsideal in der Schwangerschaft.

Phänomen Sixpack Mom mit XXS Babybauch

Foto: Shutterstock

Purer Neid oder echte Sorge um das ungeborene Baby? Mal ehrlich, vermutlich ist es eine Prise von beidem. Nachdem prominente Sixpack Moms – Fitnesstrainerinnnen wie die Australierin Chontel Duncan oder Models wie Sarah Stage und Hannah Polites - mit flachem Bauch oder Mini-Kugel Aufsehen erregt haben, ist die Debatte via Instagram groß ins Rollen geraten.

Im Gespräch mit der Presse, quasi als Stellungnahme und nachdem ihre Ärzte wegen der Sixpacks keinerlei gesundheitliche Bedenken um das Baby zeigten – hier eine schöne Aussage von Hannah Polites:

„Jeder weibliche Körper sollte gefeiert werden, besonders während einer Schwangerschaft.“
 

Trainierter Bauch: warum ein No-Go?

Auch Sarah Stage ließ sich von der Kritik an ihren Bauchmuskeln nicht beeindrucken. Es sei „ein bewiesener medizinischer Fakt, dass es viele Vorteile für einen selbst und das Baby hat, während der Schwangerschaft weiter Sport zu treiben.“ Und wie recht sie hat!

Die beiden Jungs der Beauty sind jedenfalls kerngesund! Sie haben Schwangerschaft und Geburt problemlos überstanden.

Experten meinen, gestählte Bauchmuskeln rund um den Nabel dienen als Stütze. Nachdem das Gewebe und die Muskulatur eine engere Struktur haben, bleibt der Bauch kleiner als üblich. Das Ungeborene nimmt sich aber für sein Wachstum ausreichend Platz im Bauch.

Sportskanonen-Mamis mit super kleinem Babybauch werden übrigens innerhalb kurzer Zeit ihre Schwangerschaftspfunde auch wieder los. Ja, man sagt ihnen nicht nur deshalb Prahlerei nach. Aber gehört es nicht zu ihrem Beruf als Trainerin oder Model in der Öffentlichkeit zu stehen? 

Es sollte sich jedoch niemand verpflichtet fühlen in der Schwangerschaft übermäßig viel Sport zu treiben oder massiv auf sein Gewicht zu achten. Viel wichtiger ist es, auf den eigenen Körper zu hören und das zu tun, was sich für einen selbst richtig anfühlt. 

Und auch Sarah Stage findet:

„A real woman is whatever the hell she wants to be!”
 

(Wunsch-) Schwangerschaft als Ansporn für exzessives Training?

Der O-Ton der Sixpack Moms ist offensichtlich: je mehr, desto besser!
Sie plädieren sowieso für ein stundenlanges Trainingsprogramm und die „richtige“ Ernährung. Nur das lässt sich eben mit einem normalen 9-to-5 Büroalltag nicht unbedingt vereinbaren. Und inwieweit Dinge wie Proteinshakes gesund sind, sei nun dahingestellt.

Extrem knapp vor oder während der Schwangerschaft sehr plötzlich und sehr intensiv zu trainieren, belastet wiederrum den Körper vermutlich mehr, als es dir und dem Baby nützt. Die Herausforderung ist, ein ausgewogenes Mittelmaß zu finden und dabei behutsam die Muskulatur aufzubauen. Und natürlich im Zweifelsfall die Meinung von Experten einzuholen. Am besten bei einem persönlichen Beratungsgespräch mit ausgiebigem Gesundheits-Check.

Sanfter Sport mit geringer Verletzungsgefahr kann aber sowieso nicht schaden!

Den meisten Schwangeren reicht es vollkommen aus, jenes Maß an sportlicher Aktivität beizubehalten, das auch vorher am Plan stand. Schwangerschaftssymptome sollten nun also tatsächlich nicht als Ausrede dienen, um den Sport völlig fallen zu lassen! Let´s go for it!

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