Postpartaler Haarausfall – Schatz, ich hab ne Glatze

Blog Gastartikel: Little Paper Plane

29.März 2019
Deutsch

Nach der Schwangerschaft spinnt der Körper weiter. Wieso erzählt uns Gastautorin Evelyn vom Blog Little Paper Plane aus eigener Erfahrung.

Postpartaler Haarausfall – Schatz, ich hab ne Glatze

Es war im Sommer 2016 als ich mir nonchalant durchs Haar fuhr und ein Büschel meiner Mähne einfach mitging. „What the f*ck!?“ dachte ich mir. Die Geburt meiner ersten Tochter lag zu dem Zeitpunkt gerade ungefähr drei Monate zurück, ich hatte endlich das Gefühl, dass mein Körper langsam wieder zurück zu sich selbst fand, das Stillen hatte sich endlich eingependelt und ich hatte mich in meiner neuen Rolle als Mama zurechtgefunden. Und dann das! Was war da los!? Wie konnte das passieren? Und was machen Eltern meist als erstes, wenn Wehwehchen auftreten? Richtig, sie befragen Dr. Google.

Also suchte ich im Netz nach „Haarausfall nach der Schwangerschaft“ und die Ergebnisliste war unendlich. Ich war erleichtert, offensichtlich ging es nicht nur mir so. So fand ich heraus, dass der Haarausfall in der Fachsprache wie ein skurriler Cocktail heißt, nämlich „diffuses Effluvium“, und er rührt daher, dass wir Frauen nach der Schwangerschaft einen Hormonabfall erleben. Unter der Hormoneinwirkung in der Schwangerschaft verändert sich der Lebenszyklus der Haare, und zunächst bleiben alle Haare in der Wachstumsphase stehen. Nach der Schwangerschaft kommt es aber zu einem Abfall der Östrogene, die Haare treten vermehrt in die Ruhephase ein und fallen dann oft synchron aus. Was das konkret bedeutet? Haare. Viele Haare. Überall Haare. Nur nicht am Kopf.

Und auch jetzt, nach der zweiten Schwangerschaft, hat es wieder begonnen. Sie verlassen mich büschelweise, in rauen Mengen und ich schaue in den Spiegel und Geheimratsecken glänzen mir entgegen.
Unfair.

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