Reisen mit Auto und Baby und so.

Blog Gastartikel: Michael von Salon Papa

26.Jul 2019
Deutsch

Michael vom Blog Salonpapa verrät seine Top 8 Tipps für die erste lange Autoreise mit dem Zwerg. Denn wenn der Alltag die Familie fest im Griff hat, die Frühdienste meiner Frau an ihren Kräften zehren und die Renovierung des Traumhauses kein Ende nimmt, dann nützen auch die besten eingespielten Abläufe, Babydienste und das bravste Kind nichts. Wenn dann noch der Regen in Wien zum Dauerregen wird, ja dann ist es Zeit für die Insel. Das bedeutet jedoch auch eine lange Anreise mit vielen möglichen Komplikationen.
 

Papa auf Reisen mit Baby
Foto: Salonpapa 

Wir haben wieder tausend Tipps bekommen. Ein paar haben wir einfach in Wien gelassen, und ein paar haben sich bewährt:
 

Schlafenszeiten einhalten

Da wir erfolgreich getriebene Routine- und Ablauf-Freaks sind, haben wir es uns nicht nehmen lassen, die Abfahrtszeit in Rosas Schlafenszeit zu legen. In unserem Fall sind wir mitten in der Nacht aufgebrochen. Der Plan ist aufgegangen, Rosa hat tief und fest geschlummert.
Die verrückte Abfahrtszeit wiederhole ich aber trotzdem nur mehr, wenn wir eine Woche vorher zu packen beginnen und wir uns um 19:00 zu ihr legen und ein paar Stunden Schlaf bekommen können, ansonsten ist so eine Nachtaktion nämlich im Nachhinein betrachtet nicht zu empfehlen.
 

Strampel- und Bewegungspausen

Den Großteil der Fahrt hat Rosa geschlafen. Sobald sie wach war, habe ich jede kleine Unruhe wahrgenommen, um eine Pause zu machen, um sie zumindest kurzfristig aus ihrer starren Lage in der Babyschale zu befreien. Babyschalen sind ja nicht das beste für den filigranen kleinen Rücken - also gab es bei den Pausen kuscheln, hinlegen und strampeln nach Bedarf.
 

Babyspiegel für Rosa und mich

Unser Babyspiegel heißt Emil. Also eigentlich nicht der Spiegel selbst, sondern der kleine bunte Esel, der den Spiegel schmückt und der hat sich bereits bewährt.

Emil ist ein Spiegel, der auf der Nackenstütze des hinteren Sitzes montiert ist, so kann ich Rosa und ihr Engelsgesicht zumindest kurz im Rückspiegel sehen. So ein Spiegel ist einfach eine Win Win Situation, denn Rosa sieht mich und den Esel, das ist natürlich auch für sie lustig. Wobei ich nicht weiß über wen sie mehr lacht.
 

Schnullerband

Damit man nicht jedes Mal stehen bleiben muss, wenn der Schnuller rausfällt, hilft ein schmuckes Schnullerband. Da fällt der Schnuller zwar auch, aber eben in Griffweite. Mittlerweile kann Rosa sich den Schnuller auch wieder selbst in den Mund stecken. Ende gut, alles gut. Und es gibt kein Schreikonzert im Auto.
 

Baby im Kindersitz
Foto: Salonpapa 

Tip top gepackte Wickeltasche

Eine tip top gefüllte Wickeltasche mit Windeln, Feuchttüchern und Wickelunterlage muss parat und in Griffweite sein. Windelwechseln wird dann erheblich erleichtert und ich muss beim Boxenstop keine Yogabewegungen machen, um alle Utensilien zusammen zu haben.
 

Rückbank freihalten

Da wären wir schon beim nächsten Thema: Wo ist der beste Wickelplatz unterwegs? Ich bevorzuge die Rückbank des Autos. Da kann man ungestört arbeiten und es ist möglichst bakterien- und keimfrei. Vorausgesetzt man hat sich im Auto packen geübt. Am besten schon vorher alles vorbereiten, dann gibt es keine Tetris-Game-Over Situation, wenn die Taschen und Koffer immer mehr werden. Bleibt die Rückbank frei, kann man hier also super wickeln und der Partner kann sich außerdem ohne viel Aufwand nach hinten setzen, wenn das Baby ein bisschen Nähe braucht.
 

Sonnenblenden mit Kindermotiven

Da Rosa noch keine coole Sonnenbrillenträgerin ist, sind Sonnenblenden unverzichtbar. Jeder Sonnenstrahl in ihrem kleinen Gesicht sorgt nämlich für ein garantiertes Schreikonzert. Wir haben gleich mehrere besorgt. Für beide Seiten und hinten.
 

Unterwegs mit Baby
Foto: Salonpapa 

Sing a Song

Singen hilft in unzähligen Situationen, das Gemüt des Babys aufzuheitern, das funktioniert bei uns wirklich zu 99%. Auch wenn man „Alle meine Entlein“ fünfmal singt oder „Oh Tannenbaum“ mitten im Sommer... Rosa findet unser Gejaule einfach schön und sie entspannt sich. Was es mit dem Singen auf sich hat, verrate ich euch aber genauer in meinem nächsten Blogartikel.

Als wir mittags in Split angekommen und auf die Fähre aufgefahren sind, fällt uns ein Stein vom Herzen. 800 km haben wir hinter uns gebracht. Wir sind zwar hundemüde, aber Rosa geht es gut. Und auch die kleine Laus spürt unsere Entspanntheit und genießt es sehr, dass sie sich endlich wieder an Mama und Papa kuscheln kann. Bei der letzten kleinen Etappe auf der Insel wollte Rosa die Babyschale übrigens nicht mehr sehen – da wurde dann lautstark protestiert, bevor sie bei der Ankunft den Garten und das Meer mit großen Augen bestaunte und jedes Weinen vergessen war.

Diese 8 Tipps waren für uns wirklich Goldwert, aber diese 3 sinnlosen Ratschläge von Vätern, die wir auch schon zu genüge gehört haben, braucht wohl wirklich keiner. ;-)

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