Relaktation: Was ist das?

So kannst du die Milchproduktion wieder ankurbeln!

20.Mai 2018
Deutsch

Das Wunschbaby ist endlich da und das Anlegen an die Brust geht glatt - aber nach einer Weile hast du den Eindruck das Baby nicht richtig satt zu bekommen? Keine Sorge, die Stillbeziehung zum Baby festigt sich im Normalfall in den ersten Lebenswochen. Dabei stellen sich die Milchmenge und die perfekte Zusammensetzung der Brustmilch für den Bedarf des Babys laufend so ein, dass dein kleiner Sonnenschein während des Wachstums ideal versorgt ist. Allerdings kann es Faktoren geben, die den Milchfluss einschränken. Dabei ist durchaus ein Stopp beim Stillen möglich, der von dir nicht geplant oder erwünscht ist. Selbst wenn es vorerst mal gut geklappt hat. 

Der zweite Anlauf nach einem gewollten oder ungewollten Abstillen wird unter Fachleuten Relaktation genannt. Und Ja, ein neuerlicher Versuch kann dann leider zu Beginn ein wenig mühevoll sein, weil du die Milchproduktion wieder anregen musst. Das ist aber kein Grund zur Verunsicherung! Mit ein wenig Geduld und Tatkraft kannst du das Problem bald wieder aus der Welt schaffen!

Relaktation: Was ist das?

Foto: Shutterstock

Was steckt dahinter? Gründe für eine Relaktation

Es gibt eine Reihe von Ursachen, die Stillprobleme verursachen können.
Auch wenn es die natürlichste Sache der Welt ist, kann der Milchfluss unter der einen oder anderen Einwirkung gebremst werden. Gesundheitliche Gründe können zum Beispiel deinen Hormonhaushalt durcheinanderbringen und den Prolaktinspiegel senken. Stress zählt ebenfalls zu den ungünstigen Hauptfaktoren. Aber auch gängige Startschwierigkeiten wie wunde Brustwarzen oder häufiger Milchstau. Hilfe kannst du bei einem Neubeginn jedenfalls gut gebrauchen und die solltest du am besten von einer erfahrenen Hebamme oder der Stillberatung (Laktationsberatung) tatsächlich in Anspruch nehmen.

 

So kommt die Milchproduktion wieder in die Gänge

Wichtig ist der Körperkontakt mit dem Baby (Bonding) und das häufige Anlegen. Anfangs kann es sein, dass nur wenige Tropfen Milch aus der Brust kommen, weil die Drüsen wieder aktiviert werden müssen. Das kann mehrere Tage, aber auch Wochen dauern. Häufiges Massieren der Brust kann dir dabei helfen. Auch dein Kleines muss wieder an das Stillen gewöhnt werden. Dies erfordert in manchen Fällen eine riesige Portion an Engelsgeduld. 

Damit es nicht zu einem Rückstau der Milch kommt, ist abpumpen sinnvoll. Die MAM Serie von Stillprodukten hilft dir dabei mit der manuellen Milchpumpe und dem praktischen Aufbewahrungs-Becher. 

Hausmittel wie Stilltees und Gewürz-Kräuter haben sich als Unterstützung bei der Milchbildung genauso bewährt, wie eine ausgewogene Ernährung. Wichtig ist es viel Wasser zu trinken und für ausreichenden Schlaf zu sorgen. Dann steht der Neubildung des wertvollen Zaubertrankes aus Mamas Brust auch nicht mehr viel im Wege. 

 

Mythos: Alkohol kurbelt die Milchbildung an

Auf keinen Fall stimmt die leider immer noch weit verbreitete Theorie, dass Alkohol den Milchfluss anregen würde. Bier zu trinken war in der Stillzeit ehemals üblich, weil dem Alkohol milchbildungsfördernde Eigenschaften nachgesagt wurden. Wissenschaftliche Studien haben diesen Aberglauben allerdings widerlegt. Ganz im Gegenteil kann dein Kleines durch den Geruch von Alkohol und die Geschmacksänderung der Brustmilch irritiert werden.

Generell ist das Stillen an der Brust aber natürlich die optimale Variante für dein Baby. Denn so wird zugleich sein Immunsystem nachhaltig gestärkt. 

Hab´ ein wenig Geduld! Wir wünschen dir und dem Baby alles Gute bei eurem Neustart mit der Brustmilchfütterung!

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