Rituale mit Kindern im Familienalltag - Teil 1

Struktur für einen geordneten Alltag

02.Jan 2017
Deutsch

Waren feste Abläufe in der Kindererziehung einmal als eher altmodisch und unflexibel verpönt, weiß man heute: Kinder brauchen in ihrem Alltag bestimmte Rituale. Angefangen vom gemeinsamen Frühstück, über den täglichen Gutenachtkuss, dem Geschichten-Erzählen vor dem Zubettgehen bis hin zum Sonntagskaffee mit Opa und Oma. Gewisse Fixpunkte im Tages- oder Wochenverlauf vermitteln den Kleinen Sicherheit und Halt. 

Rituale mit Kindern im Familienalltag - Teil 1

Fotos: Shutterstock 

Warum sind gewisse Rituale für Kinder wichtig?

Kinder lieben Wiederholungen. Weil sie ihnen als Strukturierungs- und Orientierungshilfen im Alltag dienen. Dies hat mit der Wertewelt des Kindes zu tun: Im Kopf eines Kindes erhalten Dinge oder Tätigkeiten erst dann einen gewissen Stellenwert, wenn sie in den Alltag integriert und gelebt werden. Im Alltag und in der Betreuung von Kindern sind Rituale somit wesentliche Elemente. Studien zufolge fördern sie nicht nur die Selbständigkeit sondern reduzieren auch die Ängste von Kindern. Denn sich täglich wiederholende Rituale setzen auch einen gewissen Rahmen an Regeln und Grenzen - und zwar ganz ohne strikte Verbote. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass sie auch das Sprechen Lernen erleichtern, die Konzentrationsfähigkeit verbessern und das Lernen erleichtern. 

Warum sind gewisse Rituale für das Familienleben wichtig?

Rituale mit Kindern im Familienalltag - Teil 1

Rituale schweißen auch die Familie emotional zusammen. Denn feste Familien-Gewohnheiten lassen ein Wir-Gefühl entstehen. Wenn gewisse Situationen immer wieder nach dem gleichen Schema ablaufen und das Kind genau weiß, wann was wie gemacht wird, dann fällt es auch leichter dies zu akzeptieren. Uns Eltern werden dadurch viele Diskussionen mit dem Nachwuchs erspart.   

Was bedeutet dies für den Alltag?

Rituale mit Kindern im Familienalltag - Teil 1

Neben den kleinen Alltagstraditionen und Ritualen, die sich von Familie zu Familie unterscheiden, spielen zwei Fixpunkte im Tagesablauf von Kindern eine wichtige Rolle: Zum einen möglichst regelmäßige Mahlzeiten und zum anderen die im Wesentlichen immer gleichen Bettgehzeiten. Denn unregelmäßige Essens und Schlafenszeiten können nicht nur die psychische Entwicklung des Kindes negativ beeinträchtigen, sondern auch die Gesundheit. So sollte es zumindest eine fixe Mahlzeit am Tag geben, bei der sich die ganze Familie um den Tisch versammelt und das gemeinsame Essen ohne jegliche Hektik oder Stress zusammen genießt. Ein gestörter Tages-Rhythmus kann bei einem Kind negative Folgen haben: Etwa Schlaflosigkeit, dauerhafte Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen. Allerdings kann auch das Gegenteil der Fall sein: Dein Sprössling ist aufgekratzt, hibbelig und schläft nur schwer ein. 

Einige Tipps, welche Rituale im Alltag mit Kindern sonst noch so sinnvoll sein können, dies verraten wir euch in der kommenden Woche. 

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