Rohe Lebensmittel in der Schwangerschaft

Warum du diese meiden solltest

03.Feb 2018
Deutsch

Heißhunger und Ess-Attacken sind in der Schwangerschaft vollkommen normal. Aber statt kreuz-und-quer essen, ist es wichtig auf die ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft zu achten. Natürlich weiß das eine Mama-to-be, dennoch gibt es Momente, da möchtest du vielleicht einfach nur den Kühlschrank leerräumen. Gesund essen war dann gestern. Und das tolle Superfood aus dem Reformhaus kann dich in so einem Moment auch nicht locken.

Rohe Lebensmittel in der Schwangerschaft

Foto: Shutterstock

Natürlich ist nichts gegen eine kleine Sünde einzuwenden, aber gewusst wie! Einige Lebensmittel solltest du, wenn du schwanger bist unbedingt meiden. Aber keine Bange, es gibt dabei eigentlich nur wenige Dinge zu beachten, um deinem Baby keinesfalls zu schaden.

Rohe Lebensmittel zählen zu den bedenklichen Genussmitteln, die im schlimmsten Fall Krankheitserreger übertragen. Dadurch kann es zu Infektionskrankheiten kommen, die in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen können. Auf Einladungen zu Sushi-Platten solltest du also unbedingt verzichten. Warum das so ist, haben wir in einigen wenigen Punkten zusammengefasst.

 

Das Wichtigste: Küchenhygiene

Damit keine Krankheitserreger in deine Lebensmittel gelangen, ist es wichtig auf die Sauberkeit in der Küche zu achten. Das klingt vielleicht selbstverständlich, aber nicht alle Haushalte sind laufend auf Top-Hygiene ausgerichtet.
Mit einigen wenigen Handgriffen schaffst du die Basis für den gefahrlosen Umgang mit rohen Lebensmitteln aller Art. Häufiges Händewaschen, Reinigung des Kühlschrankes und der Arbeitsflächen, und das Verwenden von frischen Geschirrtüchern verhindern die Übertragung von Keimen und Schimmelpilzen auf die Lebensmittel. Das gründliche Reinigen von frischem Obst und Gemüse und die getrennte Lagerung bei rohen Lebensmitteln von Verzehrfertigem, ist auf alle Fälle eine gute Vorsichtsmaßnahme. Bereits verschimmelte Lebensmittel solltest du wegwerfen. Pilzgifte kommen in diesen Lebensmitteln auch an Stellen vor, wo kein Schimmelpilzwachstum sichtbar ist. Es genügt deshalb nicht, bloß die verschimmelten Bereiche wegzuschneiden.

 

Welche Krankheiten können durch rohe Lebensmittel übertragen werden?

Zu den häufigsten Erregern zählen Listerien, Campylobacter, Salmonellen und Toxoplasmen. Diese können Krankheiten auslösen, die zu heftigem Durchfall führen oder auch zur Beeinträchtigung der Entwicklung des Ungeborenen führen können.

 

Was sind die Risikolebensmittel?

  • Rohes oder unvollständig durchgegartes Fleisch wie Steak medium, Beef Tatar, Carpaccio, Hackepeter
  • Mett- und Rohwürste wie Salami, Teewurst, Plockwurst, Rohschinken, Bündnerfleisch, Lachsschinken und generell aufgeschnittene, in Folien abgepackte Wurst
  • Rohmilch oder Rohmilchprodukte
  • Käse mit Rotschmiere oder halbfester Käse mit Blauschimmel, wie Gorgonzola, Käserand
  • Eingelegter Käse aus der Kühltheke, wie Mozzarella, Kräuterquark, Feta, Frischkäse
  • Kalt geräucherte Fische wie Räucherlachs, Stremellachs, geräucherte Forelle
  • Roher Fisch, wie Fisch-Carpaccio oder auch Sushi, Sashimi, Maki
  • Garnelen und Schrimps
  • Muscheln, wie Austern oder Miesmuscheln
  • Speisen, die rohe Eier enthalten zum Beispiel bei Desserts, wie Tiramisu
  • Vorgeschnittenes Obst und abgepackte Fertig-Salate
  • Ungewaschenes Obst und Gemüse, Blattsalat, Kräuter, Keimlinge und Sprossen

Das Garen und Kochen von Speisen aller Art macht die Lebensmittel für den Verzehr unbedenklich. Mindestens zehnminütiges Erhitzen auf wenigstens 80 °C sollte die Erreger jedenfalls verlässlich abtöten. Auf keinen Fall solltest du dir also den Appetit verderben lassen!

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