Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – Teil 2

Das sind die Ursachen

22.Jul 2018
Deutsch

Dass die Schwangerschaft den Körper einer Frau ganz schön in Anspruch nimmt ist eigentlich sonnenklar und auch vollkommen logisch. Immerhin wird die gesamte Muskulatur durch die stete Gewichtsverlagerung strapaziert. Rückenschmerzen zählen zwar nur zu einer von mehreren möglichen Schwangerschaftsbeschwerden, diese können jedoch mehrere Ursachen haben, denen du am besten schon in der Frühschwangerschaft auf den Grund gehst. Denn auch die genialsten Tipps helfen nur dann, wenn die Zusammenhänge rechtzeitig erkannt werden. 

Selbstverständlich verweisen wir immer auf die Meinung von Spezialisten, die dich bei Problemen auf alle Fälle am besten unterstützen. Dennoch gibt es inzwischen ja auch etliche bekannte Erkenntnisse, die dir dabei helfen können, die Sache an der Wurzel des Übels anzupacken, um so rasch wie möglich Abhilfe zu schaffen. Immerhin sollst du dich in dieser intensiven Zeit ausgesprochen wohlfühlen, sodass es nicht nur dir, sondern auch deinem Baby gut geht.
 

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft – Teil 2
Foto: Shutterstock
 

Mögliche Auslöser für Rückenschmerzen
 

  • Ein Ziehen im Unterbauch und in der Gebärmutter, das sich ähnlich wie Krämpfe während der Periode anfühlt, kann auf eine Verengung im Uterus hinweisen. Dann ist womöglich die Bandaufhängung der Gebärmutter nicht elastisch genug. Sollte es sogar zu Schmerzen im unteren Rücken kommen, und diese zunehmend ausstrahlen, solltest du einen Arzt darüber informieren. Besonders dann, wenn es außerdem zu Blutungen kommt. In so einem Fall ist Bettruhe wichtig und dass du dich weitgehend schonst. Dinge wie Massagen und Akupunktur können dann zusätzlich für wohltuende Entspannung sorgen. 
  • Erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen und Blasenschwäche sind typische Schwangerschaftsbeschwerden und völlig normal. Sie weisen auf die erhöhte Ausschüttung des Hormons Progesteron hin. Durch die hormonelle Veränderung werden aber auch die Bänder und Sehnen aufgelockert, um deinen Körper auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Die Wirbelsäule verliert gleichzeitig an Stabilität woraus sich Rückenschmerzen ergeben können. Mit einem sanften, ausgewogenen Training kannst du diese Symptome aber einfach wieder in den Griff bekommen.
  • Wenn das Gewicht des Babys den Ischiasnerv belastet, kann es zu heftigen, pulsierenden Schmerzen kommen. Die stetig anwachsende Belastung wird dann vom Gewebe der Sitzmuskeln nicht mehr gestemmt. Sporadische Schmerzen können aber auch durch einen eingeklemmten Nerv entstehen. Auch hier lösen fließende Bewegungsabläufe beim Sport Verspannungen und kräftigen zugleich die Gesäßmuskulatur.
    Ein zusätzlicher Tipp: eine praktische Bauchgurt-Stütze passt sich deiner Körperform perfekt an und wirkt Rückenschmerzen entgegen, ohne dabei die Bewegungsfreiheit einzuschränken. 

 

Weitere hilfreiche Tipps gegen Rückenschmerzen kannst du in unserem Teil 1 dieser Artikel-Serie nachlesen. Warte aber nicht bis die Schmerzen unerträglich werden! Denn auch wenn sich dein Körper verändert, bedeutet das nicht, dass du alles Unangenehme heldenhaft ertragen musst. Sind z.B. heftige Erschütterungen oder ein kleiner Unfall der Auslöser für Schmerzen aller Art, solltest du umgehend einen Physiotherapeuten oder Chiropraktiker aufsuchen.

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