Ruhepause für Mama und Baby nach der Geburt

Das Wochenbett und seine Bedeutung

19.Nov 2017
Deutsch

Das Baby ist nun endlich da! Du hast die Geburt geschafft. Und jetzt will die ganze Familie den Neuankömmling begrüßen. Es ist aber viel wichtiger, dass du dich ausruhst, um dich von den Anstrengungen der Geburt zu erholen. Plane deshalb schon während der Schwangerschaft den Ablauf der ersten Wochen nach der Geburt. Jetzt ist die Zeit des Wochenbetts. Du bist Mama! Genieße diese wunderschöne Ruhepause für dich und das Baby. Nicht umsonst nennt man sie deshalb "Baby-Flitterwochen".

Ruhepause für Mama und Baby nach der GeburtFoto: Shutterstock

Fakten rund um das Wochenbett

1.Die Wundheilung steht im Vordergrund

Der Begriff Wochenbett (Kindbett, lat. Puerperium) klingt ziemlich altmodisch. Er bezeichnet die Tage und Wochen nach dem Ausstoßen der Plazenta (Mutterkuchen, Nachgeburt), und wird generell für sechs bis acht Wochen festgelegt. In dieser Zeit stehen Wundheilung und Rückbildung für dich als Mama in Vordergrund. Dabei wirst du medizinisch von einer Ärztin oder Hebamme betreut. Auch schon in früheren Zeiten wurde die frischgebackene Mama (Wöchnerin) von der Großfamilie umsorgt und gepflegt.

2.Die Bildung der Brustmilch beginnt

Die ersten zehn Tage nach der Entbindung wird als „Frühwochenbett“ bezeichnet. Dabei stellt sich dein Körper neu auf das Baby ein. Von der Schwangerschaft kommst du nun in den Mutter- und Stillmodus. Du produzierst gleich nach der Geburt die Vormilch (Kolostrum). Nach etwa drei bis vier Tagen beginnt dann die Bildung der fetthaltigeren Muttermilch. Diese Brustmilch enthält Proteine, Enzyme, Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Antikörper, die das Immunsystem des Babys aufbauen und stärken.

3.Ruhephasen im Bett sind nun besonders wichtig

Um genügend Kräfte für die Umstellung auf das Mama-Sein zu sammeln, solltest du Die Ruhephase hauptsächlich im Bett verbringen. Gemeinsam mit deinem Kind gewöhnst du dich so auch am besten an die regelmäßigen Stillzeiten und einen neuen Tag-Nacht-Rhythmus.

4.Zeit Geschehenes zu verarbeiten

Ist die Geburt anders verlaufen, als du dir das vorgestellt hast? Fühlt sich der Abschied von der Schwangerschaft wie ein Verlust an? Auch das muss jetzt verarbeitet werden. Es kann also auch seelische „Nachwehen“ geben. Diese gemischten Gefühle sind ganz normal nach einer Geburt. Denn es ist eine sehr intensive Zeit, die auch von Unsicherheiten und Sorgen begleitet werden kann. Plötzlich bist du rund um die Uhr für ein kleines Menschenkind verantwortlich. Und eventuell kostet die neue Situation mehr Kraft, als du dachtest.

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