Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft?

Wir nehmen das lästige Schwangerschaftsleiden unter die Lupe

02.Apr 2018
Deutsch

Häufiges Wachliegen und Schlaflosigkeit im Bett oder auf dem Sofa gehören zu den gängigen Schwangerschaftsbeschwerden. Leider kann sich das durch die gesamte Schwangerschaft ziehen. Aber vor allem im ersten und letzten Trimester gibt es ständig aufgewühlte, wenig entspannte Momente während der Nachtruhe. Deshalb ist es enorm wichtig, dass du auch während des Tages so oft du kannst ein erholsames Nickerchen einlegst. Schließlich leistet dein Körper jetzt tagtäglich einen Kraftakt für das Wachstum des Babys.

Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft?

Foto: Shutterstock

Dein Kleines schläft im Babybauch zwar auch wenn du unterwegs bist, es soll sich aber bestenfalls ebenso an deinen Nachtrhythmus gewöhnen. Denn nach der Geburt geht es ja weiter mit dem Wachsen. Und auch du benötigst einen gesunden Tiefschlaf, um später die Strapazen der Rückbildung und der Babypflege bestens zu bewältigen.

Deine Schlafroutine während der Schwangerschaft hat letztlich einen wichtigen Einfluss auf das spätere Schlafverhalten deines Babys. In der Traditionellen Chinesischen Medizin gelten anhaltende Schlafstörungen als Notfall. Denn fehlender Schlaf schlägt nicht nur auf das Gemüt, er mindert auch die Leistungsfähigkeit und es kann zu Konzentrationsstörungen kommen. Soweit sollte es aber keinesfalls kommen. Immerhin braucht dein Baby, sobald es da ist, viel Zuwendung – und eine Mama der es rundum gut geht!

 

Wieviel Schlaf ist nötig?

Damit deine Nerven während der Schwangerschaft nicht völlig blank liegen, solltest du vor allem in der anstrengenden Phase des ersten Trimesters darauf achten, dass du, auch wenn du berufstätig bist, zumindest am Wochenende während des Tages und auch nachts zu tiefer Entspannung gelangst. Tagsüber sollten die Schlummereinheiten allerdings eher kurzgehalten werden. Damit du den Körper nicht zusätzlich aus dem Rhythmus bringst, bestenfalls also nicht länger als 30 Minuten am Stück.   

Ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft und leichte körperliche Betätigung können Wunder wirken, um abends besser einschlafen zu können. Auf Dinge wie koffeinhaltige Getränke solltest du ohnehin während der Schwangerschaft und Stillzeit verzichten. Denn sie können deine Schlafbereitschaft massiv beeinträchtigen.

Gesunde, ausgewogene Ernährung spielt deshalb sicher eine Rolle, wenn es um tiefe Entspannung geht. Aber leider können dir auch Übelkeit und ein verstärkter Harndrang trotzdem den Schlaf rauben. Trinke deshalb zwar tagsüber viel Wasser, aber lieber nicht mehr unmittelbar vor dem Schlafengehen.

Als Schlafposition solltest du bereits eine Seiten- oder Rückenlage bevorzugen, um dich auf die optimale Schlaflage für das dritte Trimester vorzubereiten.

Das zweite Trimester verläuft in vielen Fällen eher unkompliziert und die Schlafprobleme können verschwinden.

Vergiss trotzdem nicht auf regelmäßige Ruhepausen. Denn während des Endspurts im letzten Drittel können sie wiederauftauchen. Vielleicht stehen sogar Alpträume auf dem Plan, oder die typische Ruhelosigkeit tritt wieder ein. Alles völlig normal!

Wichtig ist, dass du es dir so bequem wie möglich machst. Von Wärmeflasche bis zum Stillkissen zwischen den Beinen solltest du für eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer sorgen. Lass dich dabei auch gerne vom Papa in spe ausgiebig verwöhnen!

Was die durchgehende Schlafdauer anbelangt, gibt es keine Richtlinien für Schwangere. Als Faustregel gilt: je mehr Erholung umso besser! Es kann aber von Tag zu Tag Unterschiede geben. Manchmal fühlst du dich gerädert, obwohl du durchgeschlafen hast, manchmal topfit nach nur wenigen Stunden Nachtschlaf.

Solltest du die Schlafprobleme aber nicht in den Griff bekommen, dann sprich mit einer Hebamme. Sie kann dir zum Beispiel mit pflanzlichen Schlafmitteln oder homöopathischen Globuli weiterhelfen.

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