Schmerzstiller für die Geburt

Pro & Contra: Epiduralanästhesie (PDA) als Betäubung

25.Nov 2018
Deutsch

Wegen der weit verbreiteten Angst vor dem Geburtsschmerz, wurden seit jeher Methoden und Mittel eingesetzt, die betäubend wirken. Sei es durch Kräuter, Bäder, Öle oder Dinge wie Hypnose. Aus medizinischer Sicht, handelt es sich hierbei um alternative Anwendungen und Techniken. Prinzipiell ist wichtig zu wissen, dass das Abschwächen oder völlige Aussetzen der Schmerzen den Geburtsverlauf letztlich auf die eine oder andere Weise beeinflusst. Und grundsätzlich birgt jeder Eingriff auch gesundheitliche Risiken.

Schmerzstiller für die Geburt

Foto: Shutterstock

Eine gängige Praxis im Kreißsaal ist der Einsatz der PDA Narkose. Während die Geburt in vollem Gange ist, wird der Gebärenden ein Schmerzmittel in den unteren Rücken gespritzt. Im Epi- oder auch Periduralraum zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel erfolgt ein Einstich, der die Schmerzübertragung von den Nervenfasern zum Gehirn blockiert. Das Empfinden an Unterbauch und Beinen wird dadurch gehemmt. Was sind die Vor- und Nachteile einer PDA? Lässt sich diese Form der Betäubung steuern?

 

Hier ein genereller Überblick zum Thema:

Pro PDA

  • Bei einem langwierigen Geburtsablauf verschafft dir die Narkose eine Atempause.
  • Der Druck durch das Pressen lässt in deinem Kopf und Oberbauch nach.
  • Bei einer exakten Dosierung bleibt das Gefühl der Presswehen erhalten.
  • Da du weniger durch Schmerzen eingeschränkt bist, erlebst du die Geburt deines Kindes bewusster mit.
  • Sollte es zu Notmaßnahmen wie einem Kaiserschnitt oder dem Einsatz einer Saugglocke kommen, ist die nötige Betäubung bereits gegeben.
  • Du bist sehr wahrscheinlich entspannter, und kannst dich im Anschluss leichter auf das Stillen einlassen.
     

Contra PDA

  • Das Stechen und das Setzen des Katheters (PDK) kann unangenehm sein.
  • Bei zu entspannter Gebärmuttermuskulatur muss eventuell ein wehenförderndes Mittel zum Einsatz kommen (Wehen- oder Oxytocin-Tropf, Syntocinon-Tropf).
  • Wenn der Blutdruck absackt, benötigst du eine Infusion für die Kreislaufunterstützung. Der Druck muss dabei laufend überwacht werden.
  • Die Presswehen verlängern sich, wenn die Betäubung zu hoch dosiert wurde.
  • Selbst nach der Geburt kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl kommen.
  • Nur bei einer niedrig dosierten PDA kannst du dich ausreichend bewegen und eventuell sogar herumlaufen. Ansonsten musst du das Baby liegend auf dem Bett zur Welt bringen.

Über den Ablauf und die Wirkung der Peridural-Anästhesie wirst du bei der Anmeldung in der Geburtsklinik im Detail informiert. Fragen zum Thema Geburtsschmerz beantwortet dir außerdem deine Hebamme.

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