Schwanger? Reden wir darüber!

Blog Gastartikel: Deborah von Mama Rocks

08.Aug 2019
Deutsch

Schwanger und du möchtest es allen sagen? Bloggerin Deborah von Mama Rocks findet, dass du das auch unbedingt tun sollst und erzählt, wie es für sie war, ihre Schwangerschaft bereits im ersten Trimester zu kommunizieren, nachdem sie bereits alle Vor- und Nachteile zu diesem Thema abgewogen hatte.

Schwangerschaftsverkündung

Foto: Mama Rocks

Im Allgemeinen gilt: Behalte die Schwangerschaft während des ersten Trimesters für dich! Ich bin mir nicht ganz sicher, weshalb man dies allen Frauen mit Kinderwunsch wieder und wieder erzählt. Ob es wohl daran liegt, dass die Chance, das Baby zu verlieren, während der ersten zwölf Wochen am höchsten ist? Oder ob noch nicht sicher ist, ob das Baby tatsächlich gesund ist und die Schwangerschaft allenfalls beendet werden muss?

In meiner ersten Schwangerschaft beschloss ich, diese allgemein gültige Regel zu befolgen, enge Familie ausgenommen. Doch mein Körper war anderer Meinung. Schlimme Übelkeit und eine Krankschreibung zwangen mich, meiner Vorgesetzten in der 8. Woche meine Schwangerschaft zu beichten. Und wisst ihr was? Es war gar nicht schlimm. Sie gratulierte mir und wünschte gute Besserung.

Als ich zum zweiten Mal den positiven Test in den Händen hielt, wusste ich, dass ich schon früher aktiv darüber sprechen wollte. Zumindest im Freundeskreis. Zum einen würde die Gerüchteküche sowieso spätestens dann eingeheizt werden, wenn ich Orangensaft statt Aperol-Spritz trinken würde. Zum anderen wusste ich, dass ich, egal was passierte, sowieso über die Schwangerschaft sprechen würde.

Eine Fehlgeburt verheimlichen? Still vor mich hin leiden? Nein, das würde ich auf keinen Fall können. Meine Freunde und meine Familie sind ein wichtiger Teil meines Lebens. Und ich war mir sicher, dass sie mich auch in einer solch schweren Situation unterstützen würden.

Und wieder zwang mich außerdem meine Schwangerschaftsübelkeit, auch meinem Arbeitgeber von meiner Schwangerschaft zu erzählen. Denn dieses Mal ging es mir noch viel schlechter. Ich war drei Wochen krankgeschrieben. Da ich nicht mehr fähig war, das Bett oder das Bad zu verlassen, war ich zudem auf ganz viel Hilfe von außen angewiesen. Großeltern, Nachbarn, zusätzliche Kita-Tage: letztendlich wussten fast alle von meiner Schwangerschaft vor Ende des ersten Trimesters. Und das war auch gut so, denn sie unterstützten mich, wo sie nur konnten.

Gegen Ende des ersten Trimesters merkte ich, dass selbst meine Mitarbeiter, die offiziell noch nichts von meinem Glück wussten, mich immer öfter neugierig musterten. Irgendwann musste ich mir dann auch eingestehen, dass mein Bauch noch mitteilungsbedürftiger war als ich. Denn in Woche 13 schob ich schon eine süße kleine Kugel vor mir her.

Die Sache mit der Überkleid bleibt aber leider so gut wie keiner Schwangeren erspart, wie ich damit umgegangen bin, könnt ihr hier in meinem Gastartikel nachlesen.

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