Schwanger schlafen wollen... oder: der frühe Schlafentzug!

Blog Gastartikel: Lächeln und Winken

05.Jun 2018
Deutsch

Als Gastbloggerin Anke von LÄCHELN UND WINKEN zum ersten Mal schwanger war, hatte sie eigentlich nur vor einer nahenden Veränderung in ihrem zukünftigen Leben als Mama Angst: dem Schlafentzug. Allerdings rechnete sie erst NACH der Geburt des Kindes damit! 

Wenn man zum ersten Mal schwanger ist, trägt man ein imaginäres Schild um den Hals, auf dem – in Leuchtbuchstaben – steht, dass man Tipps möchte. Und zwar von jedem zu absolut jedem Thema, das mit Schwangerschaft, Babys und/oder ... Hämorriden zu tun hat. Es ist ein Träumchen und eigentlich nur dann zu ertragen, wenn man trotz Hormon-Tsunami seinen Humor bewahrt. Nur ist das manchmal gar nicht so einfach, denn was einem nur sehr selten gesagt wird, ist: Der Schlafentzug beginnt nicht mit der Geburt des Babys, sondern mit der Zeugung ;) .

Schwanger schlafen wollen... oder: der frühe Schlafentzug!

Am Anfang war die Müdigkeit

Trifft man als Schwangere auf Frauen, die bereits ihr Baby im Arm halten, wird einem mit ziemlicher Sicherheit folgender Satz serviert: „Süße, schlaf um dein Leben solange du noch kannst!!!“ Im Grunde ein sinnvoller Tipp (also eine Rarität ;) ), aber leider wenig hilfreich. Denn: Schlafen in der Schwangerschaft ist gar nicht so leicht! 

Zu allererst sind es die Ängste, die einem den Schlaf rauben: Schafft man es über die ersten 12 Wochen? Wird das Baby gesund sein? Werde ich je wieder schlafen? ;) 

Dann kommt die Übelkeit, die oftmals auch nachts zuschlägt und so mancher werdenden Mama, wie das Sodbrennen, die Freude am Liegen verdirbt. 

Die überraschende neue Dimension von Hunger sorgt ebenfalls häufig für Unterbrechungen des Nachtschlafes. 

Mal ganz von der Blase abgesehen, die erst hormonell bedingt und später aus Platzmangel so oft Alarm schlägt, dass die Überlegung, direkt im Bad zu nächtigen, irgendwann gar nicht mehr so abwegig klingt. 
 

Wie ein Walross am Strand

Und als wäre all das nicht schon nervig genug, neigen viele ungeborene Babys dazu, richtig aufzudrehen, wenn Mutti ein wenig Ruhe will. Auch die Schlaf-Position bestimmen die Bauchbewohner mit – nicht zwingend zum Wohlbefinden der Mutter.
Dazu kommen medizinische Empfehlungen, die oft nicht zu den individuellen Vorlieben passen und die immer größere allgemeine Unbequemlichkeit. 

Klar: Gemessen an der ersten Zeit mit einem Baby, ist Schlafen in der Schwangerschaft immer noch ein Wellnessprogramm – aber das weiß man in dieser Phase noch gar nicht und kann es daher nicht „genießen“. 

So gern würde ich Schwangeren jetzt den einzig wahren Schlaf-Tipp an die Hand geben. Nur habe ich leider keinen. Aber Mut machen kann ich, denn was ich wirklich gelernt habe, ist: Wir Mamis schaffen alles! Den Schlafentzug in der Schwangerschaft und auch den dank schlecht schlafender Babys und Kinder. Ihr werdet trotzdem glücklich sein! <3 

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