Schwanger und Heißhunger auf Süßes?

Diese spannende Antwort kommt aus der TCM

12.Sep 2019
Deutsch

Um die Antwort zu verstehen, ein kurzer Überblick, wofür TCM eigentlich steht: die „Traditionelle Chinesische Medizin“ oder kurz „TCM“ ist eine über 10.000 Jahre alte (Heil-)Methode und hat heute rund um den Globus zahlreiche Anhänger. Ob es nun Kräutermischungen zur Behandlung von Krankheiten sind, Akupunktur oder die beliebte „5 Elemente Küche“ - die TCM bietet viele Möglichkeiten, das Wohlbefinden zu steigern.

Foto: Brooke Lark on Unsplash

Die wichtigsten Bausteine in der TCM sind das Qi, Ying und Yang sowie die 5 Elemente Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall. „Qi“ wird vereinfacht als Energie übersetzt, umfasst aber sowohl den spirituellen als auch den körperlichen Aspekt. Das Qi ist die Basis für alles – ohne Qi sozusagen kein Leben.

Yin und Yang sind Gegensätze, die sich aber auch ergänzen. Yin wird dabei das Weibliche und Kühle, Yang unter anderem das Männliche und Wärme zugeordnet. Den 5 Elementen werden ebenfalls Eigenschaften zugeschrieben. Metall steht zum Beispiel für den Herbst, die Lunge oder auch die Trockenheit.

In der TCM wird die Schwangerschaft - wie bei uns - in Drittel geteilt, wobei in jedem Drittel ein Organ hauptsächlich „zuständig“ ist:

  1. Drittel: Niere – allgemeine Lebensenergie
  2. Drittel: Milz – „unsere Mitte“, Wachstum
  3. Drittel: Leber – Aktivität, Geburt

Nun gut, aber was hat das alles damit zu tun, dass man Schokolade am liebsten nur noch in der Familienpackung kaufen würde? Jetzt wird’s – zumindest aus TCM-Sicht – spannend: die Milz steht im Zusammenhang mit Süßem, die Leber mit Saurem.

Heißhunger und Gelüste auf bestimmte Geschmäcker wie salzig oder eben süß, haben in der TCM immer eine tiefere Bedeutung. Das Verlangen nach Süßem steht für einen Energiemangel der Milz. Mutter und Kind brauchen Nachschub für ihr „Lebensfeuer“. Und jetzt kommt die weniger schöne Nachricht: Schokolade hilft nicht!

Weißer Zucker und Schokolade sind also nicht gemeint, wenn die TCM sagt, dass man dem Körper „Süßes“ geben soll. Hier bezieht man sich viel mehr auf den unverfälschten süßen Geschmack jenseits der typisch westlichen, „überzuckerten“ Nahrung. Die TCM empfiehlt z.B. gekochte Karotte, Hirse oder Polenta. Auch Suppen und Eintöpfe können das Qi stärken. Also, liebe werdende Mamas, fürsorgliche Omas, Opas und mit allem Herzblut unterstützende werdende Papas: ran an die Töpfe!

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