Schwanger und Medikamente nehmen

4 Tipps - so gehst du auf Nummer sicher

11.Apr 2019
Deutsch

Die Verunsicherung ist groß. Bisher hattest du keine Probleme bei der Einnahme deiner Schmerzmittel, aber jetzt wo du ein Baby erwartest, sieht die Sache mit den Wirkstoffen anders aus. Leider reagieren viele Mamis in spe in Foren mit flächendeckender Panikmache, sobald das Thema Schmerzmittel auftaucht. Klar, wenn du schwanger bist, sind Schmerzen ganz besonders doof. Und ja, einige Medikamente überschreiten die Plazentaschranke. Dadurch kommen sie über den Blutkreislauf samt Nebenwirkungen beim Baby an. Hast du allerdings permanent starke Beschwerden, tust du dem Ungeborenen keinen Gefallen, wenn du nun auf eine Tapferkeitsmedaille abzielst. Bei anhaltenden Schmerzen schüttet der Körper nämlich Botenstoffe aus, die Stress auslösen.

Schwanger und Medikamente nehmen

Foto: Shutterstock

Was also tun? Dir und dem Baby zuliebe haben wir hier einige Tipps:

1. In jedem Fall zuerst Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker halten

Im Fall einer chronischen Erkrankung ist ohnehin ein ärztliches Monitoring notwendig. Ansonsten gilt bei quälenden Schwangerschaftssymptomen: der Wirkstoff sollte so kurz wie möglich und in der niedrigsten wirksamen Dosis eingenommen werden. Starke Präparate am besten nur in Ausnahmefällen anwenden. Nähere Informationen über Arzneimittel kannst du dir zum Beispiel bei Stellen wie dem Berliner Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie holen oder auch einfach mit deinem Hausarzt/Apotheker darüber sprechen.
 

2. Auf Hausmittel ausweichen

Dieser Retro-Trend bewährt sich immer wieder aufs Neue. Omas Schatzkiste bleibt in der Schwangerschaft in Sachen Hausarznei unumstritten die sanftere Methode (auch später für das Baby). Bahnt sich unverhofft eine Erkältung an, sollte bei dir nicht gleich die Alarmglocke schrillen. Manchmal reicht ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft und die Atemwege sind plötzlich wieder frei.
 

3. Ganzheitliche Therapien in Anspruch nehmen

Nicht nur Arzneimittel sind wirksam. Ärzte setzen zunehmend auf Alternativmethoden und ganzheitliche Therapien. Eine Frage des Geldbeutels? Nicht unbedingt. Speziell wenn du schwanger bist, hast du Anspruch auf ein breiteres Angebot als sonst. Gesprächstherapie oder physiotherapeutische Behandlungen gibt es beispielsweise über die Vorsorgekasse. Bis zu zehn verordnete Einheiten kannst du ausschöpfen. Frag´ sicherheitshalber bei deinem Arzt nach, welche Leistungen zusätzlich zu den regelmäßigen Schwangerschafts-Untersuchungen übernommen werden.
 

4. Ängste durchkreuzen

Als Schwangere bist du prinzipiell zarter besaitet als sonst. Nur, Angst löst Stress im Körper aus (fight-or-flight response). Deshalb ist es wichtig, dass du einen kühlen Kopf behältst - egal was in Foren diskutiert wird oder welche Horrorgeschichten dir über Missbildungen beim Fötus usw. zu Ohren kommen. Dasselbe gilt natürlich auch für das Thema Geburt. Entwickle die Angewohnheit des bloß-nicht-hinhörens und küre sie zu deiner Königinnendisziplin. Vertraue vielmehr auf dein Bauchgefühl, selbst wenn du andere damit vor den Kopf stößt!

Und hier ein kleiner Vorgeschmack dessen, was mit Kind ohnehin noch auf dich zukommt...

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