Schwanger und trotzdem topfit im Garten

Do´s & Dont´s der Gartenarbeit in der Schwangerschaft

21.Apr 2019
Deutsch

Wenn du einen eigenen Garten hast oder mit deiner Green Community ein Stück Grünfläche teilst, schwebst du speziell nach langen grauen Wintertagen im siebten Himmel. Endlich kannst du wieder an der frischen Luft werkeln und dich noch vor der Geburt deines Sprösslings im Grünen austoben! Beim Beete anlegen lässt sich ja so schön die Seele baumeln. Und neben der gesunden Outdoor-Bewegung frischst du bei fröhlichem Vogelgesang auch noch deine Gedanken mit Sonnenlicht auf. Hach, wie wunderbar! Klar, wenn die ersten Knospen aufbrechen und sich nach und nach saftiges Grün und liebliche Blütenköpfchen zeigen, gibt es draußen allerhand zu tun. Aber ist Hobbygärtnern, wenn du schwanger bist überhaupt okay? Und worauf solltest du dabei achten?

Schwanger und trotzdem topfit im Garten

Foto: Shutterstock

Keine Sorge. Wir haben einige Fakten und Infos für dich, die mögliche Bedenken rund um die Gartenarbeit in der Schwangerschaft relativieren sollen.
 

Infektionsgefahr aus dem Garten?

Im Grunde gibt es viele ernstzunehmende Warnungen, die auf dich einprasseln sobald du schwanger bist. Besonders das Thema Toxoplasmose wird da stark hervorgehoben, denn durch diese Infektion mit Parasiten (Toxoplasma gondii) kann das ungeborene Kind bei einer Erstinfektion der Mutter Schäden davontragen. Es wird allerdings rechtzeitig ein einfacher Bluttest durchgeführt. Und wenn du Katzenhalterin bist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du ohnehin Antikörper im Blut hast.
Auf alle Fälle macht es Sinn, vorsichtshalber auf Hygiene zu setzen und nach der Arbeit mit Sand oder Erde immer gründlich die Hände zu waschen. Selbst wenn du dabei Handschuhe trägst.

Was Insektenbisse betrifft, gibt es einen einfachen Trick um diese weitgehend von dir abzuhalten. Bevor du in den Garten gehst, rubble dich mit Bio-Kokosöl ein, vor allem an Füßen und Schenkeln. Ungebetene, krabbelnde und schwirrende Blutsauger wenden sich von diesem Geruch angeekelt ab. Als Plus ist das eine super Hautpflege!
 

Do´s

Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe! Mit Babybauch solltest du außerdem keinesfalls auf Pausen verzichten. Aber auch die Beete brauchen nach dem ersten Umgraben einen Ruhepuffer. Wichtig ist, dass du die Abläufe so bewusst wie möglich durchführst. Lass´ dir bei allen Tätigkeiten Zeit!
So entschärfst du auch die Unfallgefahr.

Dauerndes hocken oder dich gebückt halten solltest du tunlichst vermeiden und das Umtopfen der Zimmerpflanzen solltest du am besten stehend oder sitzend am Werktisch ausführen. Zwischendurch ist das Strecken und Drehen der Gelenke wichtig. Zur Inspiration können hierfür simple Übungen aus dem Yoga, Tai Chi oder Qi Gong hilfreich sein. Nach vollbrachtem Werk im Shabby Chic-Garten oder dem selbst gebauten Gewächshaus wirken übrigens Nackenmassagen mit einem simplen Holzroller Wunder! Dazu planst du am besten stets ein Nickerchen mit hochgelagerten Beinen im Liegestuhl ein. So wird Pflanzenliebe in Aktion zum entspannten Workout für jede Mama in spe!
 

Dont´s

Zu den Dingen, die mit Babybauch generell im Haushalt tabu sind, zählt schweres Heben und Tragen ab einem Tragegewicht von etwa 5 Kilo. Dieses Verbot solltest du also unbedingt ernstnehmen, denn du willst sicher nicht das vorzeitige Einsetzen der Wehen riskieren. Sollten diese nach getaner Arbeit aufkommen obwohl du die obenstehenden Dinge berücksichtigt hast, kann ein Entspannungsbad lindernd wirken.

Um Stürzen vorzubeugen, solltest du keinesfalls auf Stühle und Leitern klettern. Steht das Trimmen von Stauden und Baumkronen an, bittest du besser den Papa in spe, Freunde oder einen lieben Nachbarn um Hilfe.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass das Hantieren mit Chemikalien wie Unkrautvertilgungsmitteln oder anderen Gefahrstoffen besonders in der Schwangerschaft ein totales No-Go ist. Dies kann fruchtschädigend und krebserzeugend wirken. Stattdessen lieber Unkraut jäten.

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