Schwanger werden: Ernährungstipps für alle Väter in spe

Richtig Essen bei Kinderwunsch

01.Aug 2016
Deutsch

Schwanger Werden: Das Thema Kinderwunsch und Fruchtbarkeit geht nur Frauen etwas an? Von wegen. Heutzutage liegt bei knapp der Hälfte der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch die Ursache bei dem Mann. Doch was genau kann Mann tun, um die Chancen auf eine Schwangerschaft der Frau zu erhöhen? Nun der erste und wohl wichtigste Punkt, mit dem du deine Zeugungskraft unmittelbar verbessern kannst, ist Ernährung. Schlechte Essgewohnheiten und ein ungesunder Lebensstil im Allgemeinen können nämlich die Qualität sowie auch Quantität der Spermien negativ beeinflussen und die Empfängnis dadurch erschweren.

Schwanger werden: Ernährungstipps für alle Väter in spe

Foto: Shutterstock

Das A und O daher: eine gesunde, ausgewogene Ernährung – zu zirka zwei Drittel aus pflanzlichen und einem Drittel aus tierischen Erzeugnissen. Selbstverständlich kombiniert mit ausreichend Bewegung, moderatem Alkoholkonsum und einem Body-Mass-Index der im grünen Bereich liegt. Aber ganz von vorne. Wir haben 5 Tipps für dich:

1. Zink

Der Zinkhaushalt im Körper beeinflusst die Fruchtbarkeit von Frau und Mann direkt. Bei Kinderwunsch solltest du daher unbedingt auf die ausreichende Aufnahme zinkreicher Lebensmittel achten. Dazu gehören zum Beispiel mageres Rind- und Putenfleisch, Seefisch, Hartkäse aber auch pflanzliche Produkte wie Vollkornbrot, Hülsenfrüchte und grünes Gemüse.

Schon ein kurzfristiger Zinkmangel kann das Samenvolumen und den Testosteronspiegel reduzieren. Außerdem kann das Sperma in diesem Zustand weniger gut in die Eizelle eindringen!

2. Alkohol

Ja, "Ein Glässchen in Ehren kann niemand verwehren!“. Allerdings solltest du wissen, dass der tägliche Konsum von Bier, Wein und Co. den Testersteronwert bereits deutlich senken und die Spermiendichte verringern kann. Auch die Anzahl missgebildeter Spermien wird unter Einfluss von Alkohol erhöht.  

3. Rauchen

Eine noch drastischere Auswirkung auf deine Zeugungsfähigkeit hat aber Tabak. Viele Studien zeigen, dass bei Rauchern das Erbgut in den Spermien geschädigt ist. Diese Schäden kann man sogar noch beim Embryo nachweisen. Wenn du nicht ganz mit dem Rauchen aufhören willst oder kannst, solltest du mindestens 3 Monate vor der geplanten Befruchtung deinen Konsum zurückschrauben!

4. Vitamin C

Vitamin C wirkt als Antioxidationsmittel, also als Radikalfänger und vermindert das Risiko geschädigter Spermien. Gute Quellen sind vor allem Zitrusfrüchte und viele andere Obstsorten (Kiwis, Johannisbeeren, Mango etc.) aber auch Kartoffeln, Kohl sowie Paprika.

5. Vitamin D und Vitamin E

Ebenfalls immer wieder in Zusammenhang mit besserer Fruchtbarkeit des Mannes gebracht werden die Vitamine D (durch den Aufenthalt in der Sonne sowie auch enthalten in Lachs, Hering, Makrele, Eier und Milch) und E (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl sowie in Nüssen). Beide können die Spermienqualität und Quantität angeblich positiv beeinflussen.

 

Fazit: Generell scheint in Sachen Spermien-Qualität dasselbe Motto zu gelten wie bei so vielen anderen körperlichen Beschwerden: Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, kann nur gewinnen. Ernährungswissenschaftlich betrachtet ist die Datenlage zu diesem Thema noch relativ „dünn“. Auch, weil die Produktion neuer Spermien in etwa drei Monate dauert und sich Nahrungsumstellung oder der Verzicht auf Nikotin und Alkohol sich so erst nach einer gewissen Zeit in der Spermienqualität bemerkbar machen kann. 

Durch Studien belegt ist hingegen inzwischen der negative Effekt von Sojaprodukten auf die männliche Fruchtbarkeit! Tofu, Eiweißdrinks und Sojamilch enthalten pflanzliches Östrogen. In hohen Mengen verzehrt, kann dies die Spermienanzahl deutlich reduzieren.

 

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