Schwangerschaft: Mythos versus Wahrheit - Teil 2

Wahr oder Falsch? Teste dein Wissen - Die Antworten

02.Mai 2017
Deutsch

Rund um die Schwangerschaft gibt es allerhand Mythen. Doch was ist wirklich dran an den Geschichten? Kann man von der Brustform der werdenden Mama und den Zeitpunkt der Befruchtung auf das Geschlecht des Babys schließen? Schwangerschaft: Mythos versus Wahrheit - wahr oder falsch? Hier konntet ihr bereits euer Wissen testen, heute gibt es die Auflösung.  

Schwangerschaft: Mythos versus Wahrheit - Teil 2

Fotos: Shutterstock 

Mythos 1: Übelkeit am Morgen ist ein eindeutiger Hinweis auf ein Mädchen

Antwort: Jein.

Schwangere, die vor allem im ersten Trimester unter extremer Übelkeit (= Hyperemesis gravidarum, HG) leiden, bringen Studien zufolge tatsächlich mehr Mädchen zur Welt. Dies stellten britische, norwegische, schwedische, malayische und amerikanische Wissenschaftler fest. Man vermutet, dass Morgenübelkeit mit dem ansteigenden Spiegel des Schwangerschaftshormons hCG (humanes Choriongonadotropin) zusammenhängt. Unter anderem regt hCG in der Plazenta eine höhere Östrogenproduktion an – und Östrogene sieht man allgemein als Verursacher von Übelkeit und Erbrechen an. Warum dies so ist, ist bislang weitgehend unerforscht. Auch die Angaben der Wissenschaftler zur höheren Wahrscheinlichkeit eines Mädchens bei der Übelkeit schwanken stark (zwischen 52% und 84%).

Mythos 2: Schwangere müssen für Zwei essen!                                                                          

Antwort: Nein.

Ja in der Schwangerschaft erhöht sich der Kalorienbedarf einer Frau. Allerdings steigt er im Durchschnitt tatsächlich nur um etwa 15–25%. Damit du als werdende Mama mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt bist, solltest du dich sehr gesund und ausgewogen ernähren. Die Gewichtszunahme sollte zwischen 9 und 15 Kilogramm liegen, ist aber natürlich abhängig von deinem Körpergewicht vor der Schwangerschaft.

Mythos 3: Hat der Sex 2-3 Tage vor dem Eisprung stattgefunden wird es ein Mädchen. 

Antwort: Jein.   

Amerikanische Wissenschaftler von der Universität von Harvard haben herausgefunden, dass Spermien mit einem X-Chromosom, welche für die Zeugung eines Mädchens verantwortlich sind, beim Geschlechtsverkehr länger leben als jene mit Y-Chromosom, die zur Zeugung eines Jungen führen. Das Milieu in der Scheide ist angeblich die Ursache dafür. 2-3 Tage vor dem Eisprung ist das Milieu in der Scheide sauer und somit für die X-Spermien besonders günstig. Je näher der Eisprung jedoch rückt, desto alkalischer wird das Milieu – was wiederum die Wahrscheinlichkeit der Befruchtung mit einem Y-Spermium erhöht. Findet der Geschlechtsverkehr unmittelbar vor dem Eisprung statt, stehen demnach die Chancen für die Zeugung eines Jungen besonders gut. Dass es Methoden gibt, die die Zeugung von einem Jungen oder von einem Mädchen begünstigt, konnte bisher nicht wissenschaftlich nicht eindeutig unterlegt werden.

Schwangerschaft: Mythos versus Wahrheit - Teil 2

Mythos 4: Eine Schwangerschaft macht schön!

Antwort:  Ja.

Schnell wachsende Fingernägel, eine wunderbare Haarpracht, ein rosiger Teint, ein pralles Dekolleté – ja wir haben den Schwangerschaftshormonen durchaus auch einige positive Effekte zu verdanken. Welche Auswirkungen die Schwangerschaft auf das Äußere hat, dies ist natürlich von Frau zu Frau ganz individuell verschieden. Fest steht jedoch: Deiner Ausstrahlung und deinem strahlenden Lächeln kann sich jetzt niemand entziehen.

Mythos 5: Das ungeborene Baby holt sich alle Nährstoffe, die es benötigt aus deiner Nahrung.

Antwort: Jein.  

Ja, die Nabelschnur versorgt das ungeborene Baby über die Plazenta mit allen Nährstoffen, die es zum Wachsen braucht. Umso wichtiger ist es für die werdende Mama in der Schwangerschaft mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Denn der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen – wie Folsäure, Eisen, Vitamin C und Vitamin D – wird jetzt steigen. Kalzium etwa benötigt der Körper des Ungeborenen für die gesunde Entwicklung von Knochen und Zähnen, Nerven, Muskeln und einem normalen Herzrhythmus System. Wenn du als Mama mit der Nahrung nicht ausreichend Kalzium zu dir nimmst, wird dein Baby es sich aus deiner Knochensubstanz entziehen. Und dies kann negative Folgen für deine Gesundheit haben.

Mythos 6: Leidet die Mama in spe während der Schwangerschaft unter Sodbrennen, bekommt das Baby dichtes Haar. 

Antwort: Nein

Die Theorie: Besonders dichte und dicke Haare des Babys kitzeln in der Speiseröhre und rufen während der Schwangerschaft Sodbrennen hervor.  Alles Quatsch. Fast 80 % der Schwangeren haben im Lauf der Schwangerschaft mit Sodbrennen zu kämpfen. Hervorgerufen wird es durch hormonelle und körperliche Veränderungen, aber auch durch falsche Ernährungsgewohnheiten. 

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