Schwangerschaftsbeschwerden: Temperaturschwankungen

Von Kälteschauer und Hitzewallungen

07.Feb 2017
Deutsch

In der Schwangerschaft und während der Zeit der Rückbildung läuft der körperliche Umstellungsprozess auf Hochtouren. Extreme Temperaturschwankungen gehören zu den häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden. Vor allem in der Frühschwangerschaft, also im ersten Drittel, verspüren wir häufig eine ungewohnte Kälte im Körper. Oftmals in Verbindung mit heißen, schwitzenden Händen. Die Morgenübelkeit wird bei vielen Schwangeren von regelrechtem Bibbern vor Kälte sowie von Kopfschmerzen begleitet. Ist die erste Phase erst einmal überstanden, geht es oft schon direkt mit den Hitzewallungen los. Gerade zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittel.

 

Fotos: Shutterstock

Jetzt zirkuliert das Blut intensiver durch den Körper, denn der Stoffwechsel wird aktiver. Der Versorgungsmechanismus stellt sich für dich und das heranwachsende Baby optimal ein. Die Blutgefäße der Haut erweitern sich und machen deinen Teint rosig und frisch. Dies und die Vorfreude lassen dich regelrecht aufblühen und strahlen. Das ist auch der Grund dafür, dass Schwangere allein was ihr Hautbild betrifft oft wesentlich jünger aussehen als sie sind.

Der unangenehme Nebeneffekt dabei ist, dass es zu spontanen Schweißausbrüchen kommen kann. Hitzewallungen in der Schwangerschaft sind berühmt und berüchtigt. Es kann dabei auch zu Hautrötungen kommen. Fallweise zu heißen und schweren Füssen. Je nach Jahreszeit und Stadium der Schwangerschaft, können all diese Begleiterscheinungen zusammen richtig unangenehm werden. Dennoch, kein Grund zur Sorge. Wie du dir Erleichterung verschaffen kannst? Wir inspirieren dich mit einigen Methoden der Abkühlung.

  • Kleidung

Den Gegensätzen von Kälte und Wärme kannst du durch die Wahl der Schnitte und Stoffe deiner Kleidung die Stirn bieten. Wähle deshalb locker und luftig fallende Kleidung. Atmungsaktiv, also möglichst aus Seide, Baumwolle oder Leinen. Trage mehrere Kleidungsstücke übereinander - kombiniert im hippen Layering-Look. Damit du dich jederzeit den äußeren und inneren Temperaturschwankungen anpassen kannst.

  • Trinken

Viel und oft Wasser trinken ist angesagt. Am besten so häufig wie möglich und in kleinen nicht zu hastigen Schlucken. Warte nicht darauf, bis du dich vor Durst kaum noch halten kannst. Stelle immer ein befülltes Glas in deine Nähe. Kühlende Kräutertees wie Melisse oder Hibiskusblüte können nach Bedarf heiß, lauwarm oder kalt getrunken werden. Sie verringern die Schweiß Produktion. Genauso wie biologischer, lauwarm getrunkener Apfelsaft.

  • Essen

Gegrilltes, Scharfes und Geröstetes vermeide so gut es geht, denn die so verarbeiteten Nahrungsmittel entziehen dem Körper Flüssigkeit. Meide deshalb auch Getreide- und Malzkaffees. Es sollte aber während der Schwangerschaft keinesfalls zu Nährstoffverlusten im Körper kommen. Achte deshalb auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, den sogenannten Elektrolyten.

  • Erfrischung für Zwischendurch

Um dich abzukühlen, dusche lauwarm und in der Häufigkeit je nach Bedarf. Kalte Wassergüsse über Unterschenkel oder Unterarme wirken auf den gesamten Körper kühlend ohne dabei Stress auszulösen. Wenn du nachts brennende Füsse und Sohlen bekommst, tauche sie für einige Minuten in ein kühlendes Fußbad.

  • Spaziergänge

Lass deine Haut von einer sanften Windbrise kühlen. Spaziergänge tun dir und auch deinem Partner gut. Wenn du mitten im Winter deinen großen Bauch herumträgst, dann wärmt er dich wie ein mobiler Heizkörper. Du kannst dich also bei niedrigen Außentemperaturen pudelwohl fühlen und den kalten Schneespaß mit der Familie richtig lang und ausgiebig genießen.

Schwangerschaftsbeschwerden: Temperaturschwankungen

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