Schwangerschaftsdepression?

Ein Auf und Ab der Gefühle

06.Apr 2017
Deutsch

Schwangerschaftsdepression oder ganz gewöhnliche Stimmungsschwankungen? Bereits zu Beginn der Schwangerschaft ist eine der deutlichsten Veränderungen die Schärfung deiner Sinneswahrnehmung. Du reagierst plötzlich empfindlicher auf Gerüche, Lärm und andere äußere Einflüsse. Diese neue Form der Sensibilität führt in vielen Fällen zu körperlichen Reaktionen wie Übelkeit und Migräne. Das hat die Natur so eingerichtet, damit du dich schonst, zurückziehst und deine Aufmerksamkeit auf den Nestbau richtest.

 

Schwangerschaftsdepression? Fotos: Shutterstock

Veränderung macht unsicher

Nicht nur der Körper beginnt sich zu verändern. Auch die Psyche mit ihrem Einfluss auf emotionale Vorgänge. Durch die hormonell bedingte Umstellung wird deine Haut dünner, und du bist generell reizbarer. Das Zitat von Goethe „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ trifft oft perfekt auf Schwangere zu. Denn beide Gefühle können nun nahezu zeitgleich in dir entstehen.

Deshalb ist es wichtig, dass du nicht allzu streng mit dir bist. Es ist nämlich verständlich und vollkommen normal, dass sich dadurch zwischenmenschliche Konflikte verstärkt entwickeln können. Dein Partner zum Beispiel, kann diese Veränderungen, ja nur als Außenstehender wahrnehmen. Nimm die Gefühlsschwankungen einfach an, dies wird dir den Umgang mit schwierigen Situationen während der Schwangerschaft erleichtern. Ihr macht euch ja Gedanken darüber, wie künftig euer Leben mit Baby aussehen wird. Und diese Gedanken können in manchen Momenten beängstigend sein. Weil ihr euch aber auch auf das Baby freut, solltet ihr dieser Achterbahn der Emotionen mit Gelassenheit entgegnen.

Nicht immer sind die Voraussetzungen optimal

Selbst wenn du es dir zutiefst wünschst. Manchmal sind die Lebensumstände oder die Rahmenbedingungen nicht ideal. Während einer Ausbildung oder wenn du karrieretechnisch so richtig am durchstarten bist etwa. Vielleicht ist die Wohnsituation nicht optimal, oder die Partnerschaft nicht standfest. Stress, der durch äußere Unsicherheiten entsteht, kann deshalb eine belastende Auswirkung auf dich als Schwangere haben. Und wenn das „normale“ Maß an Stimmungsschwankungen überschritten wird, dann kann es sogar zu einer Depression kommen.

 

Schwangerschaftsdepression?

Depression in der Schwangerschaft

Rund zehn Prozent der werdenden Mütter leiden unter Ängsten oder depressiven Verstimmungen. Die Anzeichen reichen von andauernder Müdigkeit bis zu Lustlosigkeit. Es dehnt sich eine Traurigkeit oder Furcht in dir aus, die die Freude auf das Baby überschattet.

Wenn du den Eindruck hast, dass diese Emotionen Dauerzustand sind und du ihnen nichts entgegnen kannst, solltest du nicht allzu lange zögern, und dich nach professioneller Unterstützung umsehen.

Denn glücklicher Weise ist diese Art der Depression ein den Spezialisten bekanntes Phänomen. Ängste führen ganz einfach zu einem Gefühl der Ohnmacht. Und ein fachlich versierter Therapeut kann dich als Außenstehender gut beraten. Du wirst Schritt für Schritt dein Selbstvertrauen zurückgewinnen. Denn Mamasein bedeutet nicht nur Verantwortung tragen. Es bedeutet auch, dass dich dein Baby so akzeptiert wie du bist. Und dir viel Freude bereiten will.

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