Schwangerschaftsmythen - Von spitzen Bäuchen und Sockensex

Blog Gastartikel: Christina von Einer schreit immer

19.Sep 2019
Deutsch

Seit es Schwangerschaften gibt, gibt es auch diverse Mythen dazu. Von Sexstellungen für ein Mädchen oder Salz am Fenster für einen Jungen, gibt es da so einige „Wundermittel“. An den meisten ist aber nichts dran, oder? Gastbloggerin Christina vom Blog Einer schreit immer klärt heute die gängigsten und absurdesten Weisheiten des Volksmundes dazu auf.

Schhwangere Frau mit ihrem Partner

„Ich sehe das gleich, Sie bekommen ein Mädchen!“ flötete mich während der Schwangerschaft die Wurstverkäuferin an. „Naja, bei dem runden Bauch…“ Ein spitzer Bauch, so der Mythos, kündigt Jungs an, ein runder Bauch eben Mädchen. Dass ich mit Zwillingsbuben schwanger war, widerlegte diesen Mythos also zu 200 Prozent. Was das Aussehen anbelangt, bleibt ein kleiner Funken Wahrheit aber übrig: laut aktuellen Studien soll das Testosteron in den Hoden der Jungs zumindest für unreine Haut sorgen. Da war ich mit dabei.
 

Socken, Salz und Vollmond

Zahllose Mythen umranken seit Jahrhunderten die Möglichkeiten bei der Zeugung bereits das Geschlecht des Kindes zu beeinflussen. Das reicht von der Missionarsstellung für Mädchen bis hin zu den legendären Socken, die der Mann tragen soll, um einen männlichen Nachfolger zu produzieren. Auch sehr schön, weil so skurril: Zucker auf die Fensterbank gestreut bringt Mädchen hervor, Salz hingegen Jungs. Ein Mythos, der zumindest demselben zeitlichen Rhythmus wie die Periode unterliegt, soll hier nicht fehlen: Bei Vollmond zeugt man Mädchen, bei Viertelmond Jungs. Was bei Halbmond passiert, darüber schweigt der Volksmund.
 

Was wird es?

Du hast während der richtigen Mondphase mit dem richtigen Würzmittel auf dem Fensterbrett und in der richtigen Stellung Sex gehabt? Sehr gut! Die alten Volksweisheiten lassen dich auch während der Schwangerschaft nicht im Stich. Denn wenn du Heißhunger auf Süßes verspürst, wird es ein Mädchen. Jungs wollen doch lieber deftigere Speisen. Ein Mythos, den man getrost vergessen kann, bei den Mengen an Pralinen und Himbeerschokolade, die ich während der Schwangerschaft vernichtete.

Nicht sicher ist sich der Volksglaube bei der Frage der Übelkeit: beide Varianten sind im Volksmund bekannt. Der wahre Grund für die Übelkeit während der ersten Schwangerschaftsmonate wurde bisher nicht bis ins letzte Detail geklärt, man geht aber davon aus, dass er auf den Anstieg des Schwangerschaftshormons HCG zurückzuführen ist. Da Hormonspiegel und Toleranz von Frau zu Frau unterschiedlich sind, leiden einige Schwangere unter starker Übelkeit und andere eben gar nicht.
 

Schwangere sind vergesslich

Diesen Mythos hört man häufigsten. Schwangere sind nicht wirklich vergesslicher als alle anderen, sie sind nur auf andere Dinge fokussiert. Die Natur stellt eben den „Nestbau“ vor andere Sachen im Leben, woraus der Eindruck entsteht, dass man vergesslich wäre. Aber keine Sorge, liebe Schwangere: die sogenannte Schwangerschaftsdemenz wird relativ flott von der Stilldemenz abgelöst, die wissenschaftlich gesehen denselben Hintergrund hat. Junge Mütter sind eben voll und ganz auf den Nachwuchs fokussiert und nicht mehr auf Vollmond, Bauchformen und Salz am Fensterbrett.

Mehr zum Thema Schwangerschaftsdemenz und anderen Gedächtnisproblemen findest du in diesem Gastartikel von mir.
 

Foto: Shutterstock

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