Schwangerschaftsstreifen – Was nun?

Warum Narben im Bindegewebe kein Makel sind

23.Feb 2018
Deutsch

„Hilfe, das ist so hässlich!“ So denkt manche Mama-to-be sobald sie die ersten Dehnungsstreifen (Striae Gravidarum) rund um die Hüften entdeckt. Dabei solltest du deinen Körper würdigen, denn immerhin wächst dein kleiner, kostbarer Schatz gerade in deinem Mama-Bauch heran!

Bestes Beispiel: selbst das Plus-Size-Model aus Australien Robyn Lawley hat sich nach der Geburt ihrer kleinen Tochter Ripley mit dem Hashtag #tigerstripes gegen Attacken auf Instagram gewehrt. So machte sie 2015 mit einem Foto ihrer „Tigerstreifen“ Mamas Mut, die unter den Auswirkungen der Schwangerschaft auf ihren Körper leiden.

Schwangerschaftsstreifen – Was nun?

Foto: Shutterstock

Risse und narbenartige Vertiefungen im Bindegewebe entstehen bei vielen Frauen, wenn der Bauch wächst. Natürlich kannst du aber auch einige Dinge tun, um die Schwangerschaftsstreifen zu mindern oder zu vermeiden. Die Haut soll ja nach der Geburt rasch wieder fest und elastisch werden. Sobald sich der Bauch durch die Rückbildung wieder strafft, werden die anfangs unschönen, unter der Haut dunklen, roten Striemen, mit der Zeit immer heller. Durch die Narbenbildung verblassen die Risse, und bleiben an der Hautoberfläche viel weniger sichtbar.
 

So entstehen Dehnungsstreifen

Während dein Baby-Bauch heranwächst, können durch eine rasche Überdehnung der Unterhaut, Gewebefasern der Haut an Bauch, Beinen und Po bersten und aufbrechen. Das geschieht nicht nur durch eine Schwangerschaft, sondern überhaupt bei schneller Gewichtszunahme, bei Wachstumsschüben in der Pubertät, oder generell bei schwachem Bindegewebe. Wenn du also eine unheimlich rasche Gewichtszunahme vermeidest, dann sinkt auch das Risiko, dass das Gewebe plötzlich überdehnt wird und reißt. Du solltest aber deshalb keinesfalls hungern! Eine stetige Gewichtszunahme bis mindestens zehn Kilo ist normal. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist, vor allem wenn du schwanger bist, sehr wichtig. Bei Heißhunger-Attacken kannst du von frischem Obst und Gemüse tatsächlich mindestens für zwei essen!
 

Was tun bei Schwangerschaftsstreifen?

Tipps zur Vorbeugung und für die Nachbehandlung von Geweberissen gibt es für Schwangere ja jede Menge. Manche Bald-Mamas können aber regelrecht verzweifeln, wenn sie sich im Körper unwohl fühlen, weil das Gewebe beschädigt wird.

Das Wichtigste ist deshalb: Bleibe gelassen! Denn auch wenn du dir dein tolles Öl gegen Dehnungsstreifen oder eine duftende Body Butter selbst anrührst – eine Garantie, dass die gefürchteten „Tigerstreifen“ nicht doch auftauchen, gibt es nicht. Selbst Nachbehandlungen mit Laser, Dermarollern, oder Narbenpflastern können nicht versprechen, dass die Erinnerungs-Streifen vollkommen unsichtbar werden. Stärke deshalb so gut du kannst dein Selbstbewusstsein.

 

Sei stolz auf dich und deine „Tigerstreifen“!
Jede Mama sollte dafür bewundert werden!

Sende diese Seite an einen Freund