Sind drei Kinder überhaupt leistbar?

Pro und Contra zum Familienzuwachs

02.Feb 2018
Deutsch

Je mehr Kinder desto chaotischer läuft der Alltag ab. Und drei Kinder oder mehr sind kaum noch leistbar. So heißt es zumindest, aber ist das tatsächlich so?

Sind drei Kinder überhaupt leistbar?

Foto: Shutterstock

Natürlich kommt es grundsätzlich auf die Standfestigkeit der Partnerschaft an. Oder auf das jeweilige Familienmodell. Denn es gibt ja mittlerweile viele Patchwork Partnerschaften, die ganz unterschiedliche Formen der Lebensgemeinschaft mit sich bringen. Da kann es schon mal vorkommen, dass zum Beispiel eine Single Mama plötzlich drei Kinder zu versorgen hat.
Wenn dann auch schon Teenager dabei sind, geht es außerdem nicht nur um das ständige Windelwechseln, um das Durchschlafen, tausend Knabbereien im Gepäck oder Kleidergrößen, sondern noch dazu auch schon um die Ausbildung oder um die Unterstützung der individuellen Reife. Selbst, wenn das dritte Kind also ein Wunschkind ist, stehen neben organisatorischen Fragen auch immer noch viele andere Dinge an.

Wie schaffen wir das finanziell und beruflich? Ist „Irgendwie kriegen wir das schon hin“ ausreichend für die Entscheidung die Familie zu vergrößern? Klappt es wirklich, wenn man nur will? Wir haben zum Thema einige Facts zusammengestellt, die das Für und Wider ein wenig beleuchten.
 

Was spricht gegen ein Drittkind?

  • Familientypen ändern sich. Eine Trennung der Eltern kann dadurch neben emotionaler Strapazen auch zu erheblichen finanziellen Problemen führen. Je mehr Kinder, desto enger muss in so einem Fall der Gürtel geschnallt werden. Auch die Wohnungsnot ist dann beim Eintreten dieser Situation vor allem für Mamas mit mehreren Kindern ein heftiges Thema.
     
  • Selbst bei sparsamen Umgang mit den vorhandenen Mitteln, wie zum Beispiel Kleidertausch usw., kann es zu finanziellen Hindernissen kommen. Immerhin kommen monatlich im Schnitt rund 450 Euro dazu. Auch wenn beide Elternteile berufstätig sind, ist leider nicht garantiert, dass die Entlohnung immer ausreichend ist. Allein ein größeres Familienauto kann ganz schön auf der Tasche liegen.
    Auch ein Babysitter wird schnell zum Luxusgut, denn so mancher verlangt nicht nur Stundenlohn, sondern Zuschläge pro Kind! In vielen Fällen springen andere Familienmitglieder wie Großeltern unterstützend ein. Allerdings ist das nicht in jeder Familie selbstverständlich, und kann im schlimmsten Fall zu Konflikten führen.
     

Was spricht für ein Drittkind?

  • Der Freundeskreis verändert sich mit dem Zuwachs. Unterstützung kommt dann manchmal unverhofft von anderen Familien mit drei oder mehr Kindern. Neue Freundschaften, die sich so ergeben, sind eine unglaubliche Bereicherung und bleiben oftmals sehr lange erhalten.
     
  • Das Drittkind ist ja kein Mitläufer oder „Nebenkind“. Es benötigt vor allem im ersten Lebensjahr sehr viel Zuwendung. Für Geschwisterkinder bedeutet das, dass sobald das Baby da ist, neue Aufgaben auf sie zukommen. Daran wachsen sie aber und sie lernen auch, dass Verantwortung zu tragen und teilen sehr schön sein kann.
     
  • Finanzielle Bedenken sind verständlich, denn was auf Eltern alles zukommt, wird erst so richtig ab dem Schulalter klar. Klassenfahrten, Schulsachen und Urlaube werden mit zunehmenden Alter der Kinder richtig kostspielig. Dennoch wiegen die bezaubernden Momente mit der Familie so manche Entbehrung auf. Wenn das dritte Kind eine eindeutige Entscheidung des Herzens ist, ergeben sich immer wieder neue Dinge, die das Leben verbessern. Und im engen Band einer liebevollen Familie, lassen sich selbst Engpässe viel besser überstehen. 
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