So gelingt die Kindergarteneingewöhnung bindungsorientiert und mit Freude!

Blog Gastartikel: Die kleine Botin

09.März 2018
Deutsch

Gastbloggerin Daniela von Die kleine Botin hat zwei Kinder in die neue Alltagsroutine mit Kindergarten begleitet. Es ist nicht ganz einfach plötzlich die gewohnte Umgebung zu verlassen und mit fremden Menschen mehrere Stunden zu verbringen. Hier erzählt sie, wie die Eingewöhnung dann aber doch sanft und freudvoll gelingt.

So gelingt die Kindergarteneingewöhnung bindungsorientiert und mit Freude!

Meist ist es nach knapp zwei oder drei Jahren soweit: Das Baby ist kein Baby mehr und darf in den Kindergarten gehen. Diese Umstellung ist für die meisten Kleinkinder sehr spannend, viele freuen sich bereits darauf und manchen fällt der Abschied gar nicht so leicht...
Weil es der erste riesige Schritt ist, den die Kleinen außerhalb der Familie machen, ist die Zeit, die man sich dafür nimmt besonders wichtig. Ebenso sind die eigene Einstellung und das Vertrauen, mit dem man das Kind begleitet von großer Bedeutung.
 

Hierfür 5 wichtige Tipps, damit die Eingewöhnung gut und bindungsorientiert ablaufen kann

  • Fragen, Fragen, Fragen (welche das sein sollen, siehe unten)
     
  • auf einen altersadäquaten Betreuungsschlüssel achten (vor allem bei unter Dreijährigen)
     
  • langsam – individuell eingewöhnen, und keinesfalls nach fixem Zeitschema
     
  • Hör auf dein Kind, es kommuniziert ganz deutlich
     
  • „2 Steps forward 1 Step back“... – Lass es zu, wenn eine Pause notwendig ist und beginne dann von Neuem.
     

Es ist nicht sinnvoll, den Start im Berufsleben bzw. den Wiedereinstieg zu fixieren, bevor das Kind nicht gut im Kindergarten „angekommen“ ist. Denn wie lange die Eingewöhnung tatsächlich dauert, ist schwer abzuschätzen und kann sich auch über mehrere Wochen hinziehen.

 

Warum Fremdbetreuung jedoch gut tut

Nicht nur der bevorstehende Arbeitsalltag nach der Babykarenz ist ein guter Grund, das Kind im Kindergarten betreuen zu lassen. Es sind laut Mama-Coach und Familylab-Seminarleiterin Linda Syllaba vor allem soziale Gründe, die ganz deutlich dafürsprechen:

„Kinder brauchen Kinder, um zu lernen, wie Kind-Sein geht. Der soziale Umgang mit anderen Kindern, die Kontakte und der Erwerb der Sprache und die Förderung der Kreativität findet in Gemeinschaft statt. Kinder brauchen Erwachsene, um zu lernen, wie Erwachsen-Sein geht. Der Umgang, das Verhalten in der Gruppe, von Alpha bis Omega, sich behaupten, mitmachen, dazugehören oder sich auch mal abzugrenzen, kann nur in der Gemeinschaft erlernt werden.“

 

Damit das Kind sich in der neuen Umgebung wohlfühlt und die Zeit frei und unbeschwert genießen kann, sind viele Faktoren wichtig:

  • Wie ist die Kommunikation, die vorherrscht und der Umgang, der gepflegt wird?

  • Ist die liebevolle Betreuung durch neue Bezugsperson gewährleistet?

  • Nimmt sich die Pädagogin genug Zeit, um auf die individuellen Bedürfnisse eines neuen Kindes genau einzugehen?

  • Dürfen sich die Kinder auch Kuscheleinheiten abholen?

  • Wird freies Spiel gefördert?

  • Wie geht man mit Konflikten um?

  • Dürfen die Kinder jederzeit Trinken bzw. gibt es fixe Essenszeiten?

  • Gibt es Strafen? (Das sollte ein absolutes Ausschlusskriterium sein!)

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