Sodbrennen in der Schwangerschaft

Gibt es sanfte Medizin oder natürliche Hilfe?

07.Mai 2020
Deutsch

Schwanger und Halsweh am Morgen? Das muss nicht unbedingt eine Erkältung sein, sondern kann auch auf etwas Anderes hindeuten: Sodbrennen. Viele Schwangere leiden vor allem im 2. und 3. Trimester darunter. Aber woher kommt es und gibt es Mittel dagegen, die man auch in der Schwangerschaft sicher anwenden kann?

Foto: Shutterstock

 

Was ist Sodbrennen?

Bei Sodbrennen handelt es sich um den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre, manchmal sogar bis in den Mund. Man spricht auch von „Reflux“. Viele Betroffene spüren – wie der Name schon sagt – ein Brennen hinter dem Brustbein, manchmal begleitet von saurem Aufstoßen und unangenehmen Geschmack. Bei einigen zeigt sich das Sodbrennen in Form von Halsweh, Heiserkeit oder Husten. Auch Druck im Oberbauch und Schluckbeschwerden können ein Anzeichen sein.

 

Warum leiden viele Schwangere unter Sodbrennen?

Der wachsende Babybauch drückt auf die inneren Organe – und natürlich auch auf den Magen. Durch die Hormonumstellung (höherer Progesteronspiegel) kann außerdem der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre „lockerer“ sein. Sodbrennen ist übrigens eine der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden – am Ende leiden bis zu 80% der Frauen darunter. Manche sind allerdings bereits schon zum Beginn der Schwangerschaft betroffen.

 

Wie kann man Sodbrennen vorbeugen?

Empfohlen wird, beim Essen und Trinken achtzugeben. Verzichten sollte man z.B. auf:

  • große, schwere Mahlzeiten
  • Frittiertes
  • fette Wurst, fettes Fleisch, fette Süßspeisen (z.B. Berliner, Torten etc.)
  • scharfe Gewürze
  • Kaffee
  • Schokolade
  • Zitrusfrüchte
  • Zwiebel
  • Essig
  • Essen kurz vor dem Schlafengehen – besser sind 2 Stunden Pause
  • Zu schnelles Essen
  • kohlensäurehaltige Getränke

 

Welche einfachen Mittel können gegen Sodbrennen helfen?

Es gibt einige Hausmittel, die das Sodbrennen lindern oder vermeiden können. Sprich aber vorher unbedingt mit deiner Hebamme, Ärztin oder deinem Arzt darüber, was für dich das Beste ist.

  • Langsam essen und gut kauen
  • Mehrere, kleinere Mahlzeiten statt eine große essen
  • Kauen von Mandeln
  • Weißbrot, Zwieback, Haferflocken und gekochte Kartoffeln sollen die Magensäure binden bzw. neutralisieren
  • Milch und Joghurt
  • Bananen regen die Schleimproduktion an, was den Magen schützen kann
  • Heilerde ist ebenfalls ein bekanntes Mittel, das aber unbedingt vor der Einnahme ärztlich abgeklärt werden sollte!
  • Manche Hebammen bieten auch Akupunktur gegen Übelkeit und Sodbrennen an
  • Bewegung an der frischen Luft

Helfen kann außerdem eine spezielle Lagerung beim Schlafen:

  • auf der linken Seite liegen
  • Oberkörper mit Kissen hochlagern

Außerdem sind – sogar rezeptfreie – Medikamente gegen Sodbrennen in Apotheken erhältlich. Diese sollten aber niemals ohne ärztliche Anweisung genommen werden. Sodbrennen in der Schwangerschaft ist meistens harmlos und schadet dem Kind im Allgemeinen nicht, dennoch sollte der Grund untersucht werden, um die richtige Therapie zu für dich zu finden.

 

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Quellen:

https://www.netdoktor.de/symptome/sodbrennen/

https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/sodbrennen-in-der-schwangerschaft/

https://www.doppelherz.de/schwangerschaft-special/schwangerschaft/schwangerschaftsbeschwerden/sodbrennen-in-der-schwangerschaft/

https://www.hebammenzentrum.at/akupunktur

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