Sonnenschutz bei Babys

Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten

29.Mai 2020
Deutsch

Kinder (und Erwachsene) gehören an die frische Luft. Doch wie ist das im Sommer mit der Sonne? Was das Besondere an Kinderhaut ist und wie du dein Kind am besten schützt, liest du hier!


Foto:Shutterstock

Warum Kinderhaut gut geschützt werden muss

Wie viele Organe oder Körpersysteme ist auch die Haut, unser größtes Sinnesorgan, bei Kindern noch nicht ganz „ausgereift“. Sie verfügt z.B. über einen viel geringeren Eigenschutz: sie ist dünner, produziert noch sehr wenig Melanin (den braunen Hautfarbstoff), weniger Talg und auch der Säureschutzmantel ist noch nicht voll entwickelt.

 

Der beste Schutz für Babys: Stoffe mit Lichtschutz

Eigentlich ist die geltende Empfehlung ganz einfach: Kinder unter einem Jahr sollten gar nicht in die pralle Sonne. Aber in der Praxis ist es dann doch eher schwer umzusetzen, wenn man z.B. in den Sommermonaten mit einem Laufanfänger draußen unterwegs ist.

Um vor allem bei empfindlicher Babyhaut auf chemische Stoffe in Sonnenschutzmitteln verzichten zu können, sind Textilien gut geeignet. Ob es nun Sonnenschirme, Sonnensegel über der Babywanne oder Kleidungsstücke sind – durch den Einsatz von solchen mechanischen Barrieren wird die Sonnenstrahlung gefiltert und reflektiert.

Vorsicht ist allerdings angesagt, wenn der Stoff sehr luftig und dünn ist: im Zweifel sollte spezielles Material mit eingebautem Sonnenschutz verwendet werden oder es muss auch unter der Kleidung Sonnencreme aufgetragen werden.

Ganz wichtig ist außerdem eine gute Kopfbedeckung, die z.B. durch eine breite Krempe auch den Nacken schützt.

Bei starker Sonneneinstrahlung sollten Kinder eine Sonnenbrille tragen, um die Augen zu schützen. Lass dich dazu am besten im Fachhandel beraten, damit der UV-Filter der Gläser auch tatsächlich verlässlich ist.

Vorteilhaft ist es auch, einen Blick auf die Uhr zu werfen: von 11–15 Uhr am besten drinnen bleiben und die Zeit besser für das Mittagessen und ein Schläfchen nutzen, als draußen zu spielen. Davor und danach ist das Risiko von Schäden durch die Sonnenstrahlung zumindest geringer.

(!) Bis zum 1. Lebensjahr sollten Kinder überhaupt nicht in die pralle Sonne.

 

Sonnenschutzmittel für Kinder

Bei Sonnencreme gibt es 2 Funktionsweisen:

  • mit chemischem Lichtschutz, bei dem die Stoffe in die Haut eindringen und UV-Strahlen in Wärmestrahlen verwandeln.
  • mit mineralischem Lichtschutz, der auf der Haut liegt und die Sonnenstrahlung reflektiert.

Der chemische Lichtschutz kann bei empfindlicher Haut, Neurodermitis, Babys und Kleinkindern z.B. allergische Reaktionen verursachen. Darum sind Produkte mit mineralischem Lichtschutz für Kinder empfehlenswerter. Der Nachteil ist meist eher kosmetischer Natur: die Haut sieht etwas „zugekleistert“ aus und wird durch die enthaltenen reflektierenden Pigmente vorübergehend weiß gefärbt. Das kann auch Spuren auf der Kleidung hinterlassen. Für die sensible Haut ist diese Form des Sonnenschutzes aber dennoch besser geeignet.

 

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Quellen:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/sonnenschutz/kinderhaut-schuetzen/

https://www.netdoktor.at/therapie/baby-sonnenschutz-8645

https://www.netdoktor.at/therapie/sonnenschutzmittel-8644

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