Sonnenschutz für Babys – So geht’s richtig

Sonnencreme, UV-Kleidung oder absoluter Sonnenverzicht?

03.Jun 2017
Deutsch

Ob beim Spaziergang, im Garten oder aber am Strand – beim Aufenthalt mit Baby in der Sonne gibt es einiges zu beachten. Selbst wenn sich die Sonnenstrahlen noch hinter den Wolken verstecken, können sie für die Kleinen sehr gefährlich sein. Warum sind die UV-Strahlen so gefährlich für Babys? Wie schütze ich mein Baby richtig? Sind Sonnencremes babytauglich? Und was sollte man beim Kauf von Sonnencreme für Babys beachten? Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Thema Sonnenschutz für Babys für euch zusammengefasst. Damit ihr die Zeit an der frischen Luft inklusive Sonnenschein möglichst sorgenfrei genießen könnt. 

 

Sonnenschutz für Babys – So geht’s richtigFoto: Shutterstock

Sonnenschutz – warum bei Babys extra wichtig?

Die Haut von Babys ist wesentlich dünner und dadurch empfindlicher für UV-Strahlen, als die von uns Erwachsenen. Denn sämtliche Schutzmechanismen – so auch der körpereigene Hautschutz gegen Sonne - sind noch sehr schwach ausgeprägt: Zum Beispiel ist die Produktion des braunen Hautfarbstoffes Melanin sehr gering, ebenso wie auch die Aktivität der Talgdrüsen und des Säureschutzmantels.

Sonnencreme für Babys – ja oder nein?

Viele Experten raten vom Gebrauch von Sonnencremes für Babys unter 1 Jahr ganz ab. Die Deutsche Krebshilfe und Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention rät Eltern, es zu vermeiden, die „zarte Haut Ihres Kindes unnötig mit Sonnenschutzmitteln zu belasten“.

Demnach sollte man also nicht gänzlich darauf verzichten, aber man sollte Sonnencreme bei den Kleinsten wirklich nur in unvermeidlichen Fällen und nicht am ganzen Körper einsetzen!  

Aus zwei Gründen:

1. In Sonnencremes sind oft viele unterschiedliche Chemikalien enthalten, die über die Haut aufgenommen werden. Weil Babys im Verhältnis zum restlichen Körper eine wesentlich größere Hautoberfläche als Erwachsene haben, nehmen sie beim Eincremen auch deutlich mehr solcher Chemikalien auf.

2. Zudem muss der Babykörper erst noch lernen richtig zu schwitzen. Wird die Sonnencreme bei Kindern unter 12 Monaten am kompletten Körper aufgetragen, kann dies den Prozess des Schwitzens zusätzlich erschweren.

Nichts desto trotz sollte man bei Babys unter 1 Jahr nicht grundsätzlich auf Sonnencreme verzichten! Aber: Die einfachste und effektivste Methode, dein Baby zu schützen, ist angemessene Bekleidung – im Idealfall mit UV-Schutz: Eine lange, dünne Hose, langärmeliges, weites T-Shirt, Schuhe oder Babysocken, Sonnenhut und eventuell eine Sonnenbrille. Sonnencreme solltest du lediglich an jenen Stellen des Babykörpers verwenden, die sich nicht mit Kleidung bedecken lassen.

Sonnencreme für Babys ab 2 Jahren – aber welche soll es sein?

3 Tipps:

  1. Für Babys stets Sonnencremes mit mineralischem Filter vorziehen! Diese haben zwar den Nachteil, dass sie sich häufig schlecht verteilen lassen und einen weißen Film auf der Haut hinterlassen. Aber chemische UV-Filter lösen oft Allergien und Hautirritationen aus.
  2. Sie sollte keine Parabene enthalten! Unser Tipp: Verwende die App CodeCheck! Einfach Barcode einscannen und schon erhältst du einen Überblick über alle kritischen Inhaltsstoffe.
  3. Setze auf LSF 30 oder mehr! Wenn das Kind schon badet, dann ist es wichtig, ein wasserfestes Produkt zu wählen, denn auch im Wasser kommt UVA- und UVB-Strahlung an die Haut.

Sonnenschutz für Babys – So geht’s richtig

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