Sonnenstich beim Baby. Achtung, nicht nur im Hochsommer!

Wie du merkst, ob dein Kind zu viel Sonne abbekommen hat

11.Apr 2018
Deutsch

Ob auf dem Berg, am Strand oder einfach nur an einem überaus heißen Sonnentag in der Stadt: Babys und Kleinkinder sollten immer ausreichend vor zu viel Sonnenstrahlung geschützt sein. Ein Sonnenstich kann nämlich heftige Folgen für dein Kleines haben.

Sonnenstich beim Baby. Achtung, nicht nur im Hochsommer!

Foto: Shutterstock

Ein Sonnenstich trifft Babys und Kleinkinder grundsätzlich häufiger als Erwachsene. Denn durch die dünne Schädeldecke besteht für sie weniger Schutz vor starker Sonneneinstrahlung. Die Fontanelle am Scheitel schließt zudem erst nach etwa dem zweiten Lebensjahr. Auch helles oder schütteres Haar lässt die Sonne direkt auf die Haut von Kopf und Nacken dringen.

Die ausgleichende Fähigkeit zu schwitzen, wird sich erst nach mehreren Lebensmonaten ausreichend entfalten. Babys und auch Kleinkinder können deshalb ihren Flüssigkeits- und Wärmehaushalt weniger gut regulieren als Erwachsene. Dadurch kann der kleine Körper regelrecht aufheizen und durch die Belastung plötzlich kollabieren. Ein Sonnenstich kann letztlich sogar lebensbedrohlich werden. Denn im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus ein Hitzeschock.

Auf einen Notfall sollten die Eltern und andere Betreuungspersonen unbedingt vorbereitet sein. Aber noch besser ist, bei Sonne generell vorsichtig zu sein, um dem Problem tunlichst aus dem Weg zu gehen. Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste.

Was bedeutet das nun für dich als Mama oder Papa? Wie kannst du den Ernstfall vermeiden? Was tun, wenn dein Baby Symptome einer Überhitzung zeigt?

Wir haben einige Punkte zusammengefasst:
 

  • Völlig unabhängig von der Außentemperatur, sollte ein Baby niemals in einem in der Sonne geparkten Auto bleiben. Selbst während der Fahrt kann es bei schlechter Lüftung zur Überhitzung im Innenraum kommen. Lassen sich längere Fahrten nicht vermeiden, verlege Termine zumindest so, dass du nicht in die Hauptperiode der Sonneneinstrahlung kommst.
     
  • Ein Sonnenschirm wirft nur wenig Schatten und reicht nicht aus, um die Strahlen durchgehend abzuhalten. Zum Schutz sollte dein Kleines immer zusätzlich eine helle Kopfbedeckung mit Nackenkrempe tragen. Im Stroller hält das Verdeck zusätzlich die Sonne ab.
     
  • Bei einem Sonnenstich erhitzen sich Kopf und Nacken, bei einem Hitzeschock steigt dagegen die gesamte Körpertemperatur an. Fühlt sich das Baby heiß an, ist es unruhig oder verhält es sich auffällig, bahnt sich womöglich ein Sonnenstich an. Bringe deinen Knirps in einen schattigen Ruhebereich, bis seine Körpertemperatur wieder ausgeglichen ist.
     
  • Wenn dein Sprössling draußen oder am reflektierenden Wasser über mehrere Stunden spielt und tobt, solltest du immer mal wieder seinen Kopf nass machen.
     
  • Flüssigkeitsmangel und ein Mangel an Salzen (Elektrolyten) können eine Hitzeerschöpfung verschlimmern. Deshalb sollte dein Baby unbedingt immer viel trinken!
     
  • Bei Fieber und Erbrechen solltest du in jedem Fall rasch einen Arzt rufen. Weitere Alarmsignale sind eine flache, stockende Atmung, sowie wenn die Haut am ganzen Körper hochrot, heiß und trocken wird.
     

Am allerwichtigsten ist jedoch, dass du speziell im Notfall die Ruhe bewahrst. 

Sende diese Seite an einen Freund