Sorry Schatz – ich war schwanger und wusste nicht was ich tue…

Blog Gastartikel: Einer schreit immer

19.Feb 2019
Deutsch

Auch Männer haben es in der Schwangerschaft nicht leicht. Gastbloggerin Neffa vom Blog Einer schreit immer schreibt einen Brief an ihren Mann, der 40 Wochen lang Opfer von Hormonen und Babybauchattacken wurde.

Sorry Schatz – ich war schwanger und wusste nicht was ich tue…

Foto: Shutterstock

Rein biologisch gesehen ist eine Schwangerschaft reine Frauensache. Bei der Zeugung spielt der geliebte Ehegatte noch eine tragende Rolle, aber danach kann er sich 40 Wochen entspannt zurücklehnen und warten, bis der Nachkömmling geschlüpft ist. Es sei denn, der Gatte ist ein Seepferdchen, aber davon gehen wir mal nicht aus. Denn Seepferdchen-Männer tragen ihre Kinder selber aus. Realistisch gesehen verhält sich das doch anders. Besteht die Ehegattin erfolgreich ihren Schwangerschaftstest wird der Angetraute durch die treusorgende Ehefrau in den Brütungsprozess eingebunden – leider nicht immer zu seinem Vorteil. Ganz besonders hart traf es MEINEN Mann, der sich gefühlt haben muss, als lebte er 40 Wochen in einer WG mit einer Verrückten. Lieber Schatz, es tut mir leid…
 

Sorry, dass ich dich zum Frauenarzt geschleppt habe

Natürlich möchte der werdende Papa den Spross auch persönlich kennenlernen und dies geht am besten beim Baby-TV beim Frauenarzt. Mein Schatz, du warst so tapfer zwischen den schwangeren Damen, den Frauenzeitschriften und Werbeanzeigen für Intimhygiene. Sieh es als Bildungsausflug, denn wann sonst hast du die Gelegenheit mit „dem Stuhl“ oder dem Spekulum Bekanntschaft zu machen und deiner Ehefrau bei Fachgesprächen über Scheidenflora und Ausfluss zur Seite zu stehen?
 

Bitte verzeih mir meine Schwangerschaftsgelüste

Wie die meisten Frauen entwickelte ich während der Schwangerschaft einen „Ziep“ auf bestimmte Lebensmittel. Schon ziemlich zu Beginn entdeckte ich meine Vorliebe für Zitrusfrüchte und alles, was sauer ist. Dies steigerte sich, bis ich irgendwann dazu überging Zitronen pur zu verputzen ohne auch nur eine Miene zu verziehen. Da du, geliebter Ehemann, beschäftigt warst das Geld für eine Zitronenplantage zu verdienen, war ich abends für das Essen zuständig. Auch hier konnte ich mich leider nicht zurückhalten und wir schmunzelten beide, wie ich eines Abends versuchte dich mit einem Zitronenlachs in Zitronensauce an Zitrusreis zu entkalken. Ich hab´s nicht böse gemeint Schatz, es war nur so lecker!

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