Sternengucker Geburt

Was du darüber wissen solltest

27.Feb 2017
Deutsch

Die meisten von uns Mamas in spe haben während der Schwangerschaft Bedenken und  Ängste, die den Geburtsvorgang betreffen. Das ist völlig natürlich und verständlich. Gerade wenn das Baby nicht die richtige Geburtshaltung einnimmt, kann dies sehr beunruhigend sein. Eine der Lagen, die eine vaginale Geburt erschweren können, ist die „Hintere Hinterhauptslage“ die umgangssprachlich „Sternenguckerposition“ genannt wird.

 

Sternengucker GeburtFotos: Shutterstock

Wie liegt das Baby bei der Sternengucker-Lage?

Im Regelfall liegt das zum Beckenausgang gerichtete Köpfchen des Babys vor der Geburt mit dem, auf das Schambein gestützte Hinterhaupt, zwischen deinen Leisten. Mit seinem Rücken an deine Bauchwand gedrückt ist sein Gesicht dem Ende deiner Wirbelsäule zugewandt. Während des Geburtsvorganges nimmt der Kopf durch diese Lage den geringsten Durchmesser ein.

Im Gegensatz dazu liegt das Baby bei der Sternengucker-Lage in der exakten Gegendrehung. Zwar mit dem Kopf nach unten, aber mit dem Gesicht zum Bauch und in die Kreuzbeinhöhle. Dadurch wird es schwerer für das Baby die Biegung im Becken zu passieren, was die Geburt verzögern kann. Außerdem ist in dieser Position der Durchmesser des Köpfchens größer und drückt unter Umständen auf den Damm, wodurch der Geburtsverlauf schmerzhafter werden kann.

Das Baby würde demnach bei einer Rückenlage der Mutter mit dem Gesicht zum Himmel geboren werden. Bei Nachthimmel also zu den Sternen schauen, was zu diesem eigentlich romantischen, aber eben deshalb irreführenden Begriff geführt hat.

 

Sternengucker Geburt

Kann sich diese Position noch während der Geburt ändern?

Die hintere Hinterhauptshaltung kommt glücklicher Weise sehr selten vor. Wird die Sternengucker-Lage aber festgestellt, kannst du bereits vor der Geburt durch ein Wechselliegen oder durch die Vierfüßler Stellung bei der Schwangerschaftsgymnastik die Position ändern. Aber selbst wenn du eine tolle Rückenhaltung während der Schwangerschaft hast, bleiben manche Kinder in der Sternengucker Position.

Die gute Nachricht ist, dass sich das Baby noch während des Geburtsvorganges drehen kann. In der Eröffnungsphase der Geburt kannst du durch das Einnehmen bestimmter Körper- Positionen dem Baby die Drehung erleichtern. Eine erfahrene Hebamme wird dich hier beraten und begleiten. In den Wehen Pausen kann die Geburtshilfe noch versuchen, den Kopf manuell zu drehen. Möglicherweise müssen für eine Vaginalgeburt allerdings Hilfsmittel wie Zangen oder eine Saugglocke eingesetzt werden. Im ungünstigsten Fall muss ein Kaiserschnitt durchgeführt werden. Aber kein Grund zur Sorge, auf diese Fälle sind die Geburtsstationen sehr gut vorbereitet.

 

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