Süß und bunt muss es sein – stimmt das?

Die 5 häufigsten Irrtümer über Kinderernährung

15.Feb 2018
Deutsch

Viele Eltern seufzen, wenn es um die Ernährungserziehung ihrer Sprösslinge geht. Meckern am Esstisch -  da müssen gerade die gewissenhaftesten aller Mamas und Papas durch. Klar, beim Essen mit gutem Beispiel vorangehen ist Elternsache. Und eine entspannte Atmosphäre während der Mahlzeiten ist mindestens genauso wichtig. Aber das ist noch nicht alles. Denn was den Speiseplan für Kinder anbelangt, gibt es viele schlaue Ratgeber, die Eltern eine abwechslungsreiche Ernährungsweise für ihre Kleinsten empfehlen. Im Alltag stehst du als Mama aber immer wieder vor dem Problem, dass du für den kleinen Knopf eine ganz individuelle Werbestrategie rund um den gesunden Teller entwickeln musst.
Mit einigen Tricks kannst du dir das manchmal nervenaufreibende Unterfangen erleichtern.
Vor allem ist es hilfreich zu wissen, worauf es bei Kinderernährung wirklich ankommt. Mit einigen Irrtümern wollen wir deswegen einfach mal aufräumen.

Süß und bunt muss es sein – stimmt das?

Foto: Shutterstock
 

  1. Wo gesund draufsteht, ist auch gesund
    Fröhlich bunte Verpackungen bei Kinderprodukten verleiten dazu, über die Qualität von Knabbereien gar nicht mal nachzudenken. Vor allem, wenn es sich um Bioprodukte handelt. Es gibt zwar strenge Prüfungen für Quetschies & Co., aber Fruchtsaftkonzentrate, raffiniertes Salz bei Kinderwurst, oder Zusätze wie Azofarbstoffe dürfen rechtlich immer noch bei gewissen Lebensmitteln beigesetzt werden. Also lieber nochmal genauer auf der Packung nachlesen, was wirklich darin steckt.
     

  2. Kinderteller in Restaurants - es geht auch anders
    Eigentlich machen Kinderteller in Restaurants oft trotz lustigem Namen gar nicht so viel Spaß. Meist gibt es für den Nachwuchs nur Spaghetti mit Soße, Schnitzel mit Pommes oder Fischstäbchen. Was ist jedoch gegen einen Beilagenteller mit Kartoffeln und Bratgemüse einzuwenden? Und auch eine halbe Portion aus der Auswahl der vielen anderen Gerichte, ist doch mindestens genauso lecker. Oder eben viel besser und oft auch gesünder. Exotisches, wie gefüllte Teigtäschchen oder Maki, kommen auch bei den Kleinen gut an. Die Tellerreste kannst du dann natürlich auch gleich für den nächsten Tag einpacken lassen.
     

  3. Abwechslung muss sein
    Obst und Gemüse sollten tatsächlich auf dem Speiseplan stehen. In vielen Fällen sind Kinder aber Speise-Puristen. Sie müssen nicht täglich mit neuen Gemüsevariationen überrascht werden. Was schmackhaft und vertraut ist, danach greifen schon die Allerkleinsten. Salate werden am liebsten ohne Dressings oder Soßen verdrückt. Und wenn die Kleinen bei der Zubereitung mitschnipseln dürfen, dann schmeckt das gesunde Gericht auch gleich viel besser.
     

  4. Wasser ist der einzige Durstlöscher
    Selbstverständlich bleibt klares Wasser die erste Wahl als Durststiller. Die Verlockung ist für Kinder aber groß, nach Softdrinks oder Dicksäften zu verlangen. Die werden ja auch an jeder Ecke angeboten. Farb- und Süßstoffe sind nun aber wirklich nicht gesund. Super erfrischende Alternativen sind Säfte aus püriertem Obst. Dazu eignet sich zum Beispiel besonders die Wassermelone. Auch Gurkenscheiben mit Melisse oder Orangen mit Zimtstangen im Trinkwasser sehen nicht nur appetitlich aus, sondern geben auch ein herrlich cooles Aroma. Außerdem sind kalte Kräutertees eine willkommene Alternative.
     

  5. Zucker -  der Feind aller Kinder
    Über Zucker ranken sich jede Menge Mythen. Dass Zucker der Vitamin- und Kalziumräuber ist, wurde von Ernährungsexperten längst als Legende demaskiert. Zucker, der in Früchten oder in der Muttermilch vorkommt, ist für das Wachstum sogar zuträglich. Und Vollkornprodukte, deren Stärke im Körper zu Traubenzucker abgebaut wird, stabilisieren dadurch sogar den Blutzuckerspiegel. Deshalb ist nicht jede Form von Zucker ein riesiges Schreckgespenst.

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