Survival-Tipps für den Vater in Spe

Was du vor und nach der Geburt beachten solltest

01.März 2018
Deutsch

Hast du alles im Griff, oder bist du zugegebener Weise doch ein wenig überfordert? Mit Sicherheit kannst du es aber kaum erwarten, dein Baby zum ersten Mal im Arm zu halten. Beim ersten Kind bist du vermutlich super nervös und aufgeregt. Denn selbst die besten Geburtsvorbereitungskurse und Hebammengespräche können das große Ereignis im Leben eines Mannes nicht ausreichend aufzeigen und alle deine Fragen beantworten. Die gutgemeinten Tipps und weisen Worte erfahrener Väter hinterlassen dich vielleicht sogar ein wenig ratlos. Das Wichtigste dabei ist, dass du auf deinen natürlichen Instinkt vertraust und die Sache Schritt für Schritt angehst.

Survival-Tipps für den Vater in Spe

Foto: Shutterstock

Selbst wenn du bereits die allerbeste Checkliste für die Tage rund um die Geburt zusammengestellt hast, kann immer das Unvorhergesehene eintreten. Deine spontane Reaktionsfähigkeit bleibt in jedem Fall gefragt. Und übrigens, den Baby-Blues gibt es auch bei Vätern, vor allem wenn du noch nicht ganz in deine Rolle als Beschützer und Versorger hineingewachsen bist. Aber das schaffst du! Es liegt ganz einfach in der Natur der Sache.

Was die Mama in spe für sich und das Baby an Utensilien braucht, hat sie vermutlich in den letzten Wochen vor dem erwarteten Geburtstermin schon zusammengepackt. Die bürokratischen Amtswege sind vorerst mal erledigt, und warten - wie ihr beide auch - nur noch auf die Ankunft des Babys. Damit dich das Vater-Werden nicht kalt erwischt, haben wir uns überlegt, was du selbst eigentlich benötigst. Und womit du die Mama in spe unterstützen kannst.
 

Organisatorische Survival-Tipps für den Papa in spe

  • Bedenke, dass die Geburt eine Sache von wenigen Stunden, aber auch von Tagen sein kann. Rufe sobald du eine Atempause hast bei deinem Arbeitsplatz an, und lass´ dich freistellen oder trete die Väter-Zeit an. Nimm dir nach der Geburt ganz bewusst Zeit für die neue Familie.
     
  • Plane den kürzesten Weg zur Klinik und denke daran, dass der Tank im Auto stets ausreichend befüllt ist, denn im Notfall muss es sehr schnell gehen!
     
  • Ganz wichtig ist, dass du und deine Partnerin während des Ablaufs in der Klinik oder in der Ambulanz aufeinander abgestimmt seid. Nicht jede Frau möchte z.B. während der Geburt fotografiert werden. Und die medizinischen Themen haben sowieso unbedingt Vorrang. Plant gemeinsam, was in welchem Fall zu tun ist. Unvorhersehbare Dinge, wie eine Narkose sollten dabei auch angedacht werden.
     
  • Für den Fall der Fälle: packe frische Kleidung und deine Wasch- und Rasier-Utensilien ein. Solltest du dein Telefon benötigen, vergiss das Ladegerät nicht. Gespräche sind im Kreißsaal jedoch nicht möglich. Selbst bei einer Hausgeburt solltest du darauf verzichten, oder nur in dringenden Fällen dafür den Raum verlassen. In der Klinik gibt es nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit Mahlzeiten. Mit etwas Kleingeld in der Tasche kannst du dir aber etwas vom Automaten holen.
     
  • Wartezeiten können für dich dann entstehen, wenn deine Partnerin während der Geburt Zeit für sich und die Hebamme oder das Ärzteteam braucht. Das ist zum Beispiel bei einem Kaiserschnitt der Fall. Aber auch, wenn du spürst, dass sie sich durch deine Anwesenheit gestresst fühlt. Manche Frauen wollen einfach nicht, dass der Partner dabei ist, wenn das Baby durch den Geburtskanal kommt. Respektiere ihre Wünsche und sei zurückhaltend, wenn es erforderlich ist. Du kannst ihr den Geburtsschmerz ohnehin nicht abnehmen. Dein emotionaler Beistand ist aber sehr viel wert. Selbst wenn du nicht während der gesamten Geburt dabei sein kannst.
     
  • Das Wichtigste ist deine Gelassenheit. Eine Geburt kann überwältigend und in manchen Fällen sogar schockierend auf einen Mann wirken. Auch die Zeit danach kann für dich mühevoll sein. Vor allem, wenn du dich nun zusätzlich um noch mehr Haushaltsdinge kümmern sollst, die du bisher nicht erledigt hast. Das sollte dich aber nicht belasten, denn es ist eine Form der Zuwendung, wenn du deiner Partnerin das Gefühl gibst, dass sie sich in allen Dingen auf dich verlassen kann. So kann sich die frischgebackene Mama voll und ganz dem Neuankömmling widmen.
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