Trennungsängste: Mama sein und loslassen

So fällt dir die Trennung vom Kind leichter

31.Okt 2017
Deutsch

Mama sein: Auch, wenn es nur für ein paar Stunden am Tag ist, sobald du dein Baby das erste Mal in die Kita oder zur Tagesmutter bringst, heißt es Loslassen. Für die meisten Mamas eine echte Herausforderung. Schließlich musst du darauf vertrauen, dass dein Schatz auch ohne dich in besten Händen ist. In Wirklichkeit beginnt der Prozess schon viel früher, denn die ersten Schritte ohne Mama bedeuten für das Baby den sicheren Weg in die Selbstständigkeit. Meilenstein für Meilenstein lernt es, sich in der Welt zurecht zu finden. Für dich als Mama ist das nicht ganz so einfach. Die Sorge um das Wohlbefinden deines kleinen Lieblings bleibt wohl immer bestehen. Wir haben ein paar Tipps für dich, damit die Momente der Abnabelung auch wirklich gut gelingen.

Trennungsängste: Mama sein und loslassen

Foto: Shutterstock

Mama sein und Loslassen - Tipps & Tricks, die die Trennung leichter machen

#1 Trennung behutsam trainieren
Schritt für Schritt kannst du dein Sprössling an kurze Trennungen gewöhnen. Nach den ersten Monaten des engen Körperkontakts mit dir, sind ausgedehnte Spaziergänge mit Oma und Opa, einer Freundin oder einer Babysitterin, eine gute Gelegenheit, um dem Baby andere Bezugspersonen näher zu bringen. Plus - weil du dein Kind in sicheren Händen weißt, fällt es dir leichter in diesen Stunden auch wirklich zu entspannen. 
 

#2 Gespräche sind Gold wert
Der enge Kontakt zu den jeweiligen Betreuungspersonen ist wichtig. Je intensiver die Gespräche sind, die sich um das Baby drehen, desto besser. So baust du einen vertrauensvollen Austausch auf. Und auch dein Kleines fühlt sich wohl und gut aufgehoben, wenn die Erwachsenen seine Signale verstehen, und gemeinsam damit umgehen. Sollten Probleme auftreten, wirst du mit Sicherheit als Erste informiert.
 

#3 Reaktionen des Babys sind ganz normal – Keine Sorge, lass es zu!
Babys und Kleinkinder können auf die Trennung von Mama mit Ängsten, Weinen oder sogar mit Körperreaktionen wie Fieber reagieren. Darauf solltest du dich vorbereiten.
Anstatt dir Vorwürfe zu machen, versichere deinem Schatz immer wieder, dass du immer da bist. Auch wenn es den Inhalt deiner Erklärungen, warum du Dinge alleine unternehmen musst jetzt womöglich noch nicht bewusst versteht. Dein Kind lernt rasch, dass du mit Sicherheit wiederkommst. Und es fühlt sich in seinem Trennungsschmerz verstanden. Wenn das Baby weint, dauert das in den meisten Fällen nur so lange, bis du zur Tür hinaus bist.
 

#4 Je weniger des Aufhebens, umso besser
Wenn du selbst unter Spannung stehst, fühlt das auch dein Baby. Unsicherheit und dein eigener Trennungsschmerz sind Faktoren, die die Veränderung erschweren können. Du kannst dir vornehmen, in der Zeit ohne Baby ganz bewusst an andere Dinge zu denken. Schreibe eine Liste all jener Tätigkeiten auf, die du zu erledigen hast. Und darauf lenke deine volle Konzentration. Je weniger Aufmerksamkeit du deinen Ängsten schenkst, desto weniger fühlst du dich belastet. Und je rascher du die tägliche Verabschiedung abwickelst, desto unkomplizierter gestaltest du den gemeinsamen Prozess des Loslassens.

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