Tschüss Schnuller!

Was tun bei einem Rückfall nach dem Abgewöhnen?

27.Dez 2017
Deutsch

Tja, es ist leider so, dass Mama und Papa definitiv die Sache in die Hand nehmen müssen. Und das gesamte Umfeld sollte das wichtige Vorhaben unbedingt unterstützen! Denn selbst, wenn euer kleiner tapferer Schatz den harten Abschied vom Schnuller bereits vollzogen hat: in Kinderbetreuungsstellen oder am Spielplatz tauchen doch immer wieder Schnullerkinder auf, die das bekannte Bedürfnis nach dem kleinen „Freund“ erneut wecken.

Bei ehemals hartgesottenen Nuckel-Liebhabern und Liebhaberinnen kann das ganz schön was auslösen. Das bedeutet, dass dein Kleines, wenn es seinen Willen nicht durchsetzen kann, auch mit weinen oder sogar toben reagieren kann. Selbst der Einkauf im Drogeriemarkt birgt die Gefahr der Erinnerung an die gute alte Zeit mit dem vertrauten Schnuller in sich. Rückschritte zu alten Gewohnheiten sind also jederzeit möglich.

Vor allem dann, wenn es einschneidende Erlebnisse im Familienleben gibt. Beispielsweise die Ankunft eines Geschwisterchens oder ein Umzug, und eine damit verbundene Änderung der Tagesbetreuung. Alles Dinge, die den endgültigen Abschied vom Nuckel durchaus erschweren können.

 

Was also tun, damit der neue Anlauf zur endgültigen Trennung vom Schnuller funktioniert?

Am Allerwichtigsten ist: keine Enttäuschung wegen der Schlappe! Selbst wenn es zu einer neuerlichen Schnuller-Phase kommt. Kinder sind grundsätzlich viel einfacher dafür zu haben, schlechte Gewohnheiten aufzugeben, als Erwachsene.

  • Dein Kleines hat sich nun für eine ganze Weile ohne „bestes Stück“ zurechtgefunden. Dafür solltest du es immer wieder und richtig ausgiebig loben!
  • Mach einfach keine große Sache aus dem neuen Versuch. Führe erneut die bewährten Regelungen zur Entwöhnung ein.
  • Sollte das Kind längerfristig einer Belastung ausgesetzt sein, wie es bei einer Trennung der Eltern der Fall sein kann, sei besonders behutsam mit deiner Vorgangsweise.

Tschüss Schnuller!

Foto: MAM

 

  • Biete Alternativen an, die eher den Bedarf nach dem Kauen decken, als nach dem Saugen.
    Ein kühler Beißring ist beispielsweise eine super Sache, um den Nuckel loszulassen. Und er hilft dabei, das Zahnen zu erleichtern.
  • Vergiss nicht, dass die Entwöhnung vom guten alten „Trostspender“ ein sehr individueller Prozess ist. Selbst innerhalb der Familie kann das von einem Kind zum anderen völlig anders ablaufen. Versuche keine Vergleiche zu ziehen.
    Lass dich ganz auf das Kind und den jeweiligen Moment ein.
  • Natürlich kannst du deinem Sprössling auch mal zeigen, dass du enttäuscht darüber bist, dass es wieder „seinen“ Nuckel braucht. Du solltest aber ein häufiges Tadeln vermeiden.
  • Wenn du die schnullerfreien Stunden mit deinem Kleinen feierst und deinen Stolz darüber zeigst, dich also sichtbar und ausgiebig freust, wird dein Schatz gerne die Freude mit dir teilen.
  • Ablenkung mit anderen Aktivitäten macht in jedem Fall Sinn. Finde Dinge für „große“ Kinder, oder ein Buch, das den Abschied vom Nuckel thematisiert.

 

Viel Glück beim neuen Anlauf!

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