U1 Untersuchung beim Baby – Teil 1

APGAR Test beim Neugeborenen

15.März 2017
Deutsch

Unmittelbar nach der Geburt kommt es zu einer ersten Routine-Untersuchung des Neugeborenen. Selbst wenn die Geburt vollkommen ohne Komplikationen verläuft, wirst du die Vorgangsweise der Geburtshelfer kaum wahrnehmen. Du bist vermutlich erschöpft und einfach nur glücklich darüber, dass das Baby endlich da ist. Die natürliche Ausschüttung von Glückshormonen sorgt dafür, dass du dich nur auf das Wesentliche konzentrierst.

 

U1 Untersuchung beim Baby – Teil 1Fotos: Shutterstock

Deshalb ist ganz nützlich im Vorfeld zu wissen, was im Kreißsaal vor sich geht, auch wenn du nicht aktiv beteiligt bist.

Die U1

Die erste ärztliche Untersuchung des Babys findet direkt im Anschluss an die Geburt statt. Je nach Örtlichkeit wird die Untersuchung von der Hebamme oder einem Kinderarzt durchgeführt. Dabei wird nicht nur untersucht, ob dein Kind die Geburt ohne Verletzungen überstanden hat und in welchem Gesundheitszustand es sich befindet. Auch sämtliche wichtige Daten für die Geburtsanzeige werden erfasst: Körpergröße, Gewicht und Kopfumfang. Danach werden einige Tests durchgeführt, die äußere und innere Fehlbildungen ausschließen sollen. In Österreich, Deutschland und in der Schweiz unterscheiden sich die so genannten U-Untersuchungen oder Vorsorgeuntersuchungen für Babys und Kinder nicht maßgeblich voneinander. 

 

U1 Untersuchung beim Baby – Teil 1

APGAR Früherkennungs-Test

Im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung wird auch der APGAR-Test – auch APGAR-Score genannt - durchgeführt. Die Beurteilung und Auswertung erfolgt nach einer Punkteskala. Beim APGAR Test werden 5 wesentliche Körperfunktionen deines Kindes bewertet:

Atem, Puls, Grimassieren (Muskeltätigkeit), Aussehen (Hautfarbe) und Reaktion.

Liegt der APGAR-Wert zwischen 8 und 10, so gilt das Neugeborene als gesund. Bei einem Wert zwischen 5 und 7 Punkten, ist der Gesundheitszustand des Kindes beeinträchtigt. Unter 5 Punkten ist eine sofortige medizinische Maßnahme notwendig. Der APGAR-Test wird jeweils nach 5, sowie nach 10 Minuten wiederholt! Die Methode gilt als besonders zuverlässig und aussagekräftig.

Vitamin K

Routinemäßig wird dem Neugeborenen im Rahmen der U1 auch Vitamin K in Tropfenform verabreicht. Das fettlösliche Vitamin verhindert Störungen der Blutgerinnung beim Baby.

Wenn du dein Baby direkt stillst, enthält die erste Stillmilch (Vormilch oder Kolostrum) im Normalfall ausreichend Vitamin K, um den Geburtsstress auszugleichen. Kläre in jedem Falle vorher mit deiner Hebamme ab, ob die Gabe der Tropfen sinnvoll beziehungsweise notwendig ist. Denn auch die später entstehende „Hintermilch“, die fettreiche Stillmilch, welche gegen Ende jedes Stillens abgegeben wird, ist mit Vitamin K angereichert.

In Teil 2 dieser Artikelreihe werden wir noch näher auf einige Punkte eingehen, die im Rahmen der U1 bei Neugeborenen ebenfalls untersucht werden. Also unbedingt vorbeischauen! 

Sende diese Seite an einen Freund