Umzug in das neue Familienglück

Delegieren statt renovieren!

15.Jan 2017
Deutsch

Kennenlernen, Zusammenziehen, Verlobung, Heirat, Eigenheim mit Garten, Kind Nummer 1, Hund, Kind Nummer 2. Heutzutage verläuft die Familienplanung in den seltensten Fällen nach diesem Schema. Denn das größte Geschenk im Leben, ein Kind – sei es das erste, das Geschwisterchen oder der Nachzügler – kommt meist unverhofft. Genau aus diesem Grund wird das Nest oft erst dann gebaut beziehungsweise ausgebaut, wenn der Geburtstermin des neuen Familienmitgliedes bereits im Kalender steht. Doch so ein Umzug während der Schwangerschaft ist für die werdenden Mamas eine ganz besondere Herausforderung. Wer schwanger ist, sollte sich schonen, öfters mal die Füße hochlegen, sich wohlfühlen und genießen. Stattdessen also packen, renovieren, umziehen, einrichten? Uff!

 

Umzug in das neue FamilienglückFotos: Shutterstock

Jetzt ist Delegieren angesagt!

Auch wenn es uns oftmals erst später bewusst wird, ein Umzug ist immer mit viel Stress verbunden. Denn es gibt unwahrscheinlich viel zu tun. Wichtig für uns Schwangere ist, dass wir so viel delegieren, wie nur möglich. An den Partner, Familienmitglieder, Verwandte, Freunde, den Umzugsdienst und an Reinigungshilfen. Selbst die Planung all dessen sollte nicht allein auf deinen Schultern lasten, da es dich überfordern könnte.

Richtig delegieren ist eine regelrechte Kunst. Aber wie wäre es zum Beispiel, wenn du fürs Packen deine Freunde liebevoll zu einer Pack-Party einlädst? Mit Prosecco für die Freundinnen und ein paar kleinen Snacks (Lieferdienst!) sind die Kartons im Handumdrehen gepackt. Und du hast ausreichend Zeit um während dem Packen in Erinnerungen zu schwelgen.  

Überschätze dich nie selbst!

Du hast wenige Beschwerden, bist fit, hüpfst beim Yoga kreuzfidel von einer Pose in die andere und fühlst dich so, als könntest du noch immer den Mount Everest erklimmen? Schön, wenn deine Schwangerschaft so problemlos verläuft. Sei dir trotzdem bewusst, dass ein Umzug körperlich alles andere als ein Klacks ist. Das Heben von schweren Dinge solltest du in der Schwangerschaft generell meiden. Dasselbe gilt fürs Renovieren: waghalsige Kletterpartien auf der Leiter und chemische Dämpfe aus dem Farbeimer sollten absolut tabu sein.

Unser Tipp: Such dir kleine Aufgaben, die dich beschäftigen aber nicht überfordern. Kümmere dich um den Imbiss für alle Helfer. Behalte den Überblick über die Kartons oder verteile die anfallenden Aufgaben.

Ran ans Renovieren?

Renovieren ist weder in der Schwangerschaft noch mit Säugling am Arm zu empfehlen. Das hat mehrere Gründe. Im Vergleich zu anderen Renovierungstätigkeiten sieht das Streichen zwar nicht unbedingt schwierig aus. Es kann aber je nach Wohnungsgröße richtig anstrengend werden. Dabei ist das Ausmalen noch die unkomplizierteste Renovierungstätigkeit. Bedenke unbedingt, dass der Großteil der gängigen Wandfarben während der Verarbeitung Dämpfe abgibt, die dem Ungeborenen oder dem Säugling schaden könnten. Dasselbe gilt für Verbundstoffe, die aus Fertigbodenbelag austreten können. Daher unbedingt meiden!

Während der Renovierungsarbeiten kannst Du andere Dinge erledigen, die mindestens genauso wichtig sind. Das Allerwichtigste bleibst jedenfalls du mit deinem Nachwuchs!

Umzug in das neue Familienglück

Unser Tipp: Wenn das Baby schon da ist, hol´ dir für ein paar Stunden einen guten Babysitter. Am Besten nicht nur für die Tage des tatsächlichen Umzuges. Speziell jetzt in den Wintermonaten, wo alleine der schnelle Einkauf mit Kind und Kegel einen immensen Aufwand bedeutet, wird der Gang zum Meldeamt zum riesigen Akt.

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