Und, was tut der Mann bei der Geburt?

Tipps für den Geburtspartner

19.Sep 2016
Deutsch

Heutzutage begleiten bereits fast alle Männer ihre Frauen zur Geburt und bleiben dabei, bis das Baby das Licht der Welt erblickt. Sie sind für ihre Frauen die wichtigste emotionale Stütze und nicht mehr wegzudenken aus dieser besonderen Situation. Aber was genau sollst und kannst du? Wie wird die Geburt – aus deiner Perspektive – aussehen? Was sind deine Aufgaben? Kannst du dich vorbereiten? Und was, falls du das gar nicht wilstl? Tja, diese Fragen stellt sich bisher kaum jemand. Dabei ist es ganz besonders wichtig, dass Vater, Arzt und Hebamme während der Geburt möglichst gut zusammenarbeiten. Oftmals fühlen sich Männer in dieser Rolle hilflos und unvorbereitet. Viele können mit den großen Schmerzen ihrer Partnerin nicht umgehen. Hinzu kommen oft noch Ängste um Frau und Kind.

Und, was tut der Mann bei der Geburt?

Foto: Shutterstock

Und obwohl fast alle Männer beim Geburtsvorbereitungskurs dabei sind, fühlen sie sich nicht gut genug vorbereitet. Denn ihre Aufgaben und Möglichkeiten, die Gebärende zu unterstützen werden meist nicht behandelt, sondern als selbstverständlich angenommen.

Erfreulicherweise gibt es langsam hier und da schon Geburtsvorbereitungskurse, die speziell für Männer gemacht werden. Das ist insofern gut, weil ihr euch so mit andern Männern in der gleichen Situation austauschen könnt und selbst mal im Fokus der Sichtweise seid. Gut vorbereitet könnt ihr dann diese große Stütze für eure Partnerin sein, die sie sich wünscht. Wir ersetzen hier natürlich keinen Kurs, zeigen aber die wichtigsten Dinge auf, die du beim Unterstützen einer Gebärenden beachten solltest.

Und, was tut der Mann bei der Geburt?

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  • Bereite dich gedanklich auf die Geburt vor: Wie wird es für dich sein, wer ist anwesend, wer ist für was zuständig…
  • Habe Vertrauen: Schmerzen erfüllen bei der Geburt bestimmte Funktionen. Aber deine Partnerin und du seid in dieser Situation nicht allein, das geschulte und erfahrene Personal hat die Situation im Griff.
  • Sei aufmerksam: Achte darauf, was deiner Partnerin gerade guttun könnte, was sie möchte.
  • Sei ihr eine Stütze: …auch im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Gebärende gehen gerne herum oder bewegen sich. Halte oder stütze sie dabei.
  • Massiere sie sanft: Vielen Frauen tut eine kleine Massage am Kreuzbein oder am Nacken gut, um sich zwischendurch zu entspannen.
  • Sei einfach für sie da: Gib ihr das Gefühl, komplett für sie in diesem Moment da zu sein.

Und, was tut der Mann bei der Geburt?

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Natürlich gibt es auch regelmäßig Fälle, bei denen jemand anderes bei der Geburt dabei ist. So passiert es zum Beispiel immer wieder, dass es so überraschend losgeht und der Mann es nicht rechtzeitig zur Geburt schafft. Dann muss spontan die beste Freundin, Mama oder Schwester mitgehen. Oder wer auch immer der Gebärenden in dieser Situation am hilfreichsten ist. Wichtig ist, dass sie in diesem Moment einen Menschen um sich hat, dem sie komplett vertraut. Dann kann das große Glück kommen!

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