Unterschiede der Zwillingsschwangerschaft

Aufreibend im Doppelpack oder zweifaches Glück?

27.Okt 2017
Deutsch

Viele von uns haben schon mal eine Einlingsschwangerschaft erlebt, einige sogar eine Zwillingsschwangerschaft, und manche wenige vielleicht sogar beides. Für all jene, die das eine oder das andere noch vor sich haben, gilt es natürlich sich über das bevorstehende Ereignis bestmöglich zu informieren und sich auf die möglichen Umstände vorzubereiten.

Prinzipiell können wir uns etwas beruhigen, denn die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne große Probleme. Jedoch ist bei einer Mehrlingsschwangerschaft schon das Auftreten der typischen Beschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen, Nierenbeckenentzündungen, Atembeschwerden und vorzeitige Wehen, deutlich häufiger als bei der Schwangerschaft mit einem Kind. Welche Unterschiede es außerdem zu beachten gibt, erfährst du hier.

Unterschiede der Zwillingsschwangerschaft

Foto: Shutterstock 

 Häufigkeit der Vorsorgeuntersuchungen

Regelmäßige Gespräche und Vorsorgeuntersuchungen mit der Hebamme und deiner Ärztin sind, sobald du von der Mehrlingsschwangerschaft weißt, in jedem Fall sehr wichtig. Besonders für Zwillingsmütter ist es ratsam, die Termine sorgsam einzuhalten und lieber einmal öfters, als einmal zu wenig, zur Kontrolle zu kommen. In den meisten Fällen werden dringend Vorsorgeuntersuchungen in Abständen von mindestens zwei Wochen empfohlen. Deinem Körper steht eine enorme Belastung bevor. Egal ob du dich pudelwohl und fit fühlst, Vorsicht ist in der Zeit vor der Geburt stets geboten.

 

Anspruch auf Mutterschutz

Je nach Branche, Land und Art der Anstellung, steht dir vor und nach der Geburt eine Frist, während der du von der Arbeit freigestellt wirst, zu. Hinzukommend zu der Dauer des sogenannten Mutterschutzes kann dir deine behandelnde Ärztin bei auftretenden Beschwerden natürlich ein individuelles Beschäftigungsverbot einrichten. Auch bei einem Kaiserschnitt oder der Geburt von Mehrlingen, wird dieses sehr häufig zusätzlich ausgestellt. Die gesetzliche Regelung in Österreich sieht sogar 12 statt 8 Wochen Mutterschutz nach der Entbindung von Zwillingen vor.

 

Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt

Bei einer bevorstehenden Zwillingsschwangerschaft ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, sich schon vor dem offiziellen Mutterschutz Urlaub zu nehmen. Es ist schließlich mit einer Quote von 50% sehr wahrscheinlich, dass sich die Mehrlinge nicht an den voraussichtlich geplanten Geburtstermin halten. Für den reibungslosen Ablauf einer Frühgeburt, ist es dann besonders wichtig, schon zuvor ausreichend Schonzeit einzuplanen. Eine Schwangerschaft kann sogar durch eine gute Entstressung am Ende der Zeit deutlich verlängert werden.

 

Alternative: Kaiserschnitt

Die Geburt eines Babys gleicht ja ohnehin schon einem Wunder. Verständlich also, dass es uns häufig etwas einschüchtert gleich zwei davon auf die Welt zu bringen. Vor allem bei Zwillingsschwangerschaften entschließen sich werdende Mütter daher manchmal schon im Vorhinein bewusst für die Entbindung mit einem Kaiserschnitt.

Wichtig ist bei dieser Entscheidung jedoch immer, sich vorab gut über den Eingriff zu informieren und sich ausreichend mit dem Arzt abzusprechen um festzustellen, ob es tatsächlich die beste Lösung für einen selbst ist. Fast jede Frau hat schließlich großen Respekt vor der natürlichen Geburt. Wichtig ist nur abzuschätzen, ob man die mögliche Angst davor überwinden kann, oder einen diese sogar regelrecht lähmt, sodass dieses Ereignis auf natürliche Art und Wiese nur schwer zu bewältigen wäre.

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