Väter - entscheidend für eine gute Stillzeit

Blog Gastartikel Von Guten Eltern

26.Nov 2016
Deutsch

Hebamme und Gastbloggerin Anja von @vonguteneltern erklärt uns heute, warum auch die Väter eine nicht unbedeutende Rolle in der Stillzeit einnehmen. Unbedingt lesen!

Beim Thema Stillen denkt man unmittelbar zuerst an die innige Verbindung zwischen Mutter und Kind. Manchmal wird sogar empfohlen, dass doch gelegentlich Muttermilch abgepumpt werden sollte, damit der Vater durch das Füttern dieser Milch auch die Möglichkeit hat, in dieser Angelegenheit „mitzuspielen“. Doch das ist überhaupt nicht notwendig, außer es ist von beiden Eltern aus irgendwelchen Gründen absolut gewünscht. Aber dennoch hat der Vater eine ganz entscheidende oder sogar DIE entscheidende Rolle, die mit über Stillerfolg und Stilldauer entscheidet. Es ist durch Studien längst belegt, dass Frauen, die sich durch ihren Partner unterstützt fühlen, länger und zufriedener stillen.

Väter - entscheidend für eine gute Stillzeit

Foto: Shutterstock

Das ist ja auch logisch. Denn wenn nachts um drei die Brust schmerzt und die Stillende verzweifelt ist, wird sehr wahrscheinlich ihr Partner und nicht die professionelle Stillberaterin der erste Ansprechpartner sein. Und es ist sehr ausschlaggebend, ob der Vater dann genervt das Abstillen vorschlägt oder seine Partnerin tröstet, so gut es geht entlastet und mit ihr gemeinsam Hilfe zum Beispiel in Form einer Stillberatung sucht. Auch in Dauerstillphasen ist ein Partner, der seine Frau mit Getränken, Essen, lieben Worten und vielleicht einer Rückenmassage umsorgt, die beste Unterstützung.

Deshalb ist es auch wichtig und sinnvoll, dass auch der Partner schon vor der Geburt weiß, wie so ein Babyalltag aussehen kann, was das Stillen dabei bedeutet und auch, dass es manchmal Startschwierigkeiten geben kann, bei der väterliches Einfühlungsvermögen besonders gefragt ist. Natürlich sollte ein werdender Vater in diesem Rahmen auch mögliche eigene Bedenken oder Vorbehalte klären können. Dies kann im Rahmen eines Stillvorbereitungskurses oder auch im Gespräch mit der betreuenden Wochenbetthebamme geschehen.

Persönlich kann ich rückblickend sagen, dass das Stillen in unserer Familie nie nur „Muttersache“ war und dass Christian so manche Stillkrise aufgefangen hat. Es war immer wichtig, dass er da war, auch wenn er bei drei Kindern kein einziges Mal abgepumpte Muttermilch gefüttert hat. Aber darauf kommt es auch nicht an, wenn von Unterstützung beim Stillen durch den Vater die Rede ist.

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