Väterkarenz: Start in die Kinderzeit

Trau´ dich! Es ist kein Urlaub, aber trotzdem schön!

08.März 2018
Deutsch

In den deutschsprachigen Ländern ist die Anzahl der Väter, die sich für eine Kinderzeit entschließen, immer noch eher gering. Das liegt zum Teil an den noch nicht unbedingt attraktiven Voraussetzungen für eine Väterkarenz im jeweiligen Land. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es dazu unterschiedliche Rahmenbedingungen.

Väterkarenz: Start in die Kinderzeit

Foto: Shutterstock

In vielen Fällen bleibt letztlich doch die Mutter nach der Geburt des Kindes länger, und eventuell gänzlich ohne Einkommen zu Hause. Das ist aber für ihren beruflichen Wiedereinstieg nicht besonders vorteilhaft.

Und du als frischgebackener Papa arbeitest nach der Geburt vielleicht sogar mehr, um mögliche Einkommensverluste auszugleichen. Eine „Auszeit“ für die Kinderbetreuung klingt deshalb für so manchen Papa nach Risiko. Dabei ist es nicht einmal eine richtige Auszeit, denn der Switch vom Bürotisch an den Wickeltisch, ist mit mindestens genauso viel Verantwortung verbunden.
 

Doch wenn dein Herz nun tatsächlich höher für die Familie schlägt, als für den Schreibtisch, dann bist du hier genau richtig. Denn wir verraten dir, was dabei auf dich zukommt.

  • Vielen Vätern oder Papas-to-be ist die Möglichkeit in Karenz zu gehen gar nicht so bewusst. Aber anstatt erstmal nur die Gefahr für Job und Karriere zu sehen, solltest du dich bei deiner zuständigen Kasse gut über die aktuelle Situation in Sachen Kündigungsschutz und die finanziellen Modelle für eine geteilte Elternzeit informieren. In Österreich gibt es zum Beispiel einen bezahlten Papamonat und eine Staffelung für das Karenzgeld durch das Kinderbetreuungsgeld-Konto. Das macht die Anpassung auf die individuellen Bedürfnisse der Familien einfacher.
     
  • Freunde dich mit dem Gedanken an, dass du als Papa in Karenz zurzeit noch eher zu den Exoten zählst. Im DACH Raum ist die Quote für die Väterkarenz im Vergleich zu den skandinavischen Ländern noch sehr niedrig. Der Trend geht aber in die richtige Richtung! Und immer mehr Vollblut-Papas trauen sich. Selbst, wenn du anfangs keiner Ahnung hast, wie dein neuer Alltag aussehen wird. Der neue Tagesablauf richtet sich ohnehin nach dem Baby.
     
  • Auch, wenn dein Umfeld, deine Freunde, Kollegen und Verwandten im ersten Moment verwundert auf deine Entscheidung reagieren – die Betreuung und Erziehung der Kinder ist nicht nur pure Frauensache. Du als Papa bist für dein Kleines mindestens genauso wichtig! Und es ist die beste Gelegenheit für ein intensives Bonding mit dem Baby. Du wirst sehen, dass deine Entscheidung für die Väterkarenz von allen Seiten bald als völlig normal akzeptiert wird. Unterschätze auch deine Vorbildwirkung nicht: Als Karenz-Papa zählst du zu den Papa-Pionieren!
     

Tu es! Arbeite dich durch die Hürden der Bürokratie und finde das beste Lösungsmodell für dich und deine Familie. Die enge Bindung zu deinem Kind ist der Lohn. Die Tage und Wochen mit einem Baby vergehen rasend schnell. Deshalb genieße am besten jeden Augenblick der gemeinsamen Zeit!

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