Väterliche Sorgen

Hilfe ich werde Papa!

21.Apr 2017
Deutsch

Väterliche Sorgen: Wir Männer verbinden den Gedanken daran, bald Papa zu werden, mit größtenteils positiven Gefühlen. Die Betonung liegt auf Größtenteils. Denn während es bei der Mama in spe Schwangerschaftsnebenwirkungen wie Übelkeit und Rückenschmerzen sind, die schlaflose Nächte bereiten, hat unsereiner mit Gedanken über die Zukunft zu kämpfen. Dabei sind es meist ganz ähnliche Sorgen, die uns werdende Papas nachts um den Schlaf bringen. Allen voran: Geld, die Frage des Bereitseins und die neue Verantwortung, welche unsere Rolle mit sich bringt. Wir verraten euch, warum diese väterlichen Ängste zwar normal, aber unnötig sind und wie ihr mit ihnen umgehen könnt.

Väterliche Sorgen

Fotos: Shutterstock

Sorge 1: Geld

Ja, ein Baby, Kind, Jugendlicher kostet Geld. Viel Geld. Noch bevor der Nachwuchs geboren ist, bekommst du zu spüren, wie viel. Kinderwagen, Babybett, Kindersitz fürs Auto, Babykleidung und und und. Die Babyerstausstattung wird schon mal ein Loch in eure Familienkasse reißen. Vermutlich ist der Sprössling noch in Mamas Bauch, da erwägst du schon den Kauf eines entsprechenden Familienwagens – ein Viertürer mit großem Kofferraum versteht sich. Geld steht also nicht ganz ohne Grund oben auf der Liste der Sorgen von werdenden Papas. Zumal die Partnerin in der Regel in den ersten Lebensjahren des Kindes nur wenig verdient. Nein, eine Familie zu finanzieren ist kein Kinderspiel. 

Tipps:

1. Budgetplanung: Führe unbedingt ein Haushaltsbuch um den Überblick über deine Finanzen zu bewahren

2. Sparen, anlegen, investieren? Lass dich von Experten beraten, wo deine Optionen liegen.

3. Alltagskosten: Wie könnt ihr als Familie eure Kosten senken? Wo lässt sich kurz- und langfristig Geld einsparen? 

4. Und am Wichtigsten: Ruhe bewahren! Mit der Zeit wirst du auch mit finanziellen Sorgen gelassener umgehen können.

Sorge 2: Väterliche Verantwortung

Abgesehen von einem Meerschweinchen im Teenageralter warst du bislang immer nur für dich selbst verantwortlich? Dann geht es dir so wie fast allen Papas in spe. Und plötzlich ist da ein Lebewesen, das gefüttert, gebadet, gewickelt und geliebt werden will. Und das rund um die Uhr. Dieser Gedanke mag dir Angst einflössen, aber du wirst dich daran gewöhnen. Und glaub uns, als Papa wächst du mit deinen Aufgaben.

Väterliche Sorgen

Sorge 3: Irgendwann mal....

Fühlst du dich bereit Vater zu werden? Auf diese Frage hin folgt von vielen Männern die Antwort: „Nein, ich bin selbst noch nicht richtig erwachsen“. Doch wann ist man erwachsen? Mit 18, wenn man volljährig ist, seinen Führerschein macht und wählen gehen darf? Mit 25, wenn die Uni abgeschlossen ist und man bereits seit einigen Jahren in den eigenen vier Wänden lebt? Mit 30, wenn man fest im Berufsleben steht und sich einigermaßen „ausgelebt“ hat? Laut einer Statistik werden Männer heutzutage mit rund 34 Jahren das erste Mal Vater. Doch selbst dann sind die wenigsten werdenden Papas frei von Zweifeln. Schließlich braucht das bisher so flexible Leben mit Familienzuwachs plötzlich eine Struktur und gewisse Regeln. 

Sorge 4: Die Sache mit der Freiheit

Nie wieder bis spät in die Nacht fernsehen, am Wochenende mit den Jungs ins Fußballstadion oder einen spontanen Kurztrip nach Paris unternehmen? Wir können dich beruhigen – auch als Vater, sind all diese Dinge möglich. Aber: sobald es ein Kind in deinem Leben gibt, müssen einige Punkte bis ins Detail geplant und organisiert werden. Völlig spontan und verrückt sein und tun und lassen zu können, was man will – dies ist im Alltag mit einem Baby schwer. Von nun an bist du derjenige mit Kind und derjenige, der vielleicht mal direkt nach dem Fußballspiel nach Hause muss, weil der Sprössling wartet und Mama zum Yoga möchte. Aber glaub uns, für nichts lohnt es sich so sehr, gewissen Freiheiten aufzugeben wie für dein Kind.

Gewisse Ängste vor dem Vater werden und Vater sein sind voll und ganz normal! Auch wenn du jetzt den starken Vater mimen willst, stark ist nur, wer sich zu seinen Sorgen bekennt und in der Lage ist, diese auch auszusprechen. Du wirst sehen, ist euer Sprössling erst einmal da, werden sich gewisse Ängste in Luft auflösen. Andere wiederum werden bleiben.

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